Mit dem Nachwuchs gibt es nicht automatisch mehr Wölfe im sächsischen Wolfsgebiet, denn im Alter von ein bis zwei Jahren wandern die meisten Jungtiere ab, was zu einer Ausbreitung in der Fläche, jedoch nicht zu einer Konzentration in einem Revier führt. Eine Wolfsfamilie besteht in der Regel aus einem Elternpaar und deren Nachkommen der letzten zwei Jahre (Welpen und Jährlinge). Durch Abwanderung der Jährlinge und Geburt der Welpen, bleibt die Zahl der Wölfe innerhalb eines Rudels relativ konstant. Sie schwankt im Jahresverlauf meist zwischen fünf bis zehn Tieren.
Die meisten Jungtiere wandern im Alter von ein bis zwei Jahren aus dem elterlichen Territorium auf der Suche nach einem Paarungspartner und einem eigenen Revier ab. Dabei können sie mehrere hundert Kilometer zurücklegen, wie ein junger Rüde aus dem Nochtener Rudel zeigte, der bis nach Weißrussland lief. Sein Bruder “Karl” dagegen nutzte eine noch bestehende Lücke im Lausitzer Wolfsgebiet, um hier sein eigenes Territorium zu etablieren.





