Wussten Sie, dass Ihre Körperzellen die ganze Zeit ein wenig an sich “herumknabbern” – also quasi Teile von sich selbst auffressen? Diese sogenannte Autophagie ist ein äußerst komplexer Vorgang, der der Reinigung des Organismus dient. Der Selbst-Kannibalismus der Zellen sorgt beispielsweise für die Entsorgung beschädigter oder deformierter Proteine. Und bei Nahrungsmangel bauen die Zellen nicht benötigte Bestandteile ab, um Energie freizusetzen. Einige Forscher sagen, dass die Autophagie daher die Zellen jung hält. Allerdings funktioniere das nur, wenn man maximal zwei Mahlzeiten am Tag zu sich nehme oder regelmäßig faste. Der Grund: Nach jedem Essen wird Insulin ausgeschüttet, das den Mechanismus der Autophagie dämpft. Ist also weniger mehr? Die Theorie ist umstritten. Daher spricht die Deutsche Gesellschaft für Ernährung auch keine Empfehlung aus, wie viele Mahlzeiten man am Tag zu sich nehmen soll. Wichtig sei nur, dass alle lebenswichtigen Nährstoffe aufgenommen würden.