Das Wetter soll heute schön werden, doch noch ist davon nichts zu merken. Dichter Hochnebel überzieht an diesem Märzmorgen die Wauwiler Ebene und hängt an den umringenden Hügeln fest. In der Luft eine feuchte Kälte; frühlingshaft ist anders. Immer wieder fliegen kleine Trupps von Singvögeln vorbei, fast alle in dieselbe Richtung. „Das ist der Vogelzug“, erklärt Simon Hohl. Der Biologe der Schweizerischen Vogelwarte Sempach erkennt auf Anhieb mehrere Arten, darunter verschiedene Meisen, Buchfinken und Wacholderdrosseln. Auch Schwarzmilane sind unterwegs. Die Tiere ziehen nach Nordosten, ihren Brutgebieten entgegen. Für andere indes ist die Wauwiler Ebene das Ziel. Sie trafen bereits in den vergangenen Wochen ein und haben auf einem sumpfigen Stück Land Quartier bezogen. Ihr unverkennbarer Ruf ist schon von fern zu hören. Die Kiebitze sind wieder da.
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Text: Kurt de Swaaf
Das Wetter soll heute schön werden, doch noch ist davon nichts zu merken. Dichter Hochnebel überzieht an diesem Märzmorgen die Wauwiler Ebene und hängt an den umringenden Hügeln fest. In der Luft eine feuchte Kälte; frühlingshaft ist anders. Immer wieder fliegen kleine Trupps von Singvögeln vorbei, fast alle in dieselbe Richtung. „Das ist der Vogelzug“, erklärt Simon Hohl. Der Biologe der Schweizerischen Vogelwarte Sempach erkennt auf Anhieb mehrere Arten, darunter verschiedene Meisen, Buchfinken und Wacholderdrosseln. Auch Schwarzmilane sind unterwegs. Die Tiere ziehen nach Nordosten, ihren Brutgebieten entgegen. Für andere indes ist die Wauwiler Ebene das Ziel. Sie trafen bereits in den vergangenen Wochen ein und haben auf einem sumpfigen Stück Land Quartier bezogen. Ihr unverkennbarer Ruf ist schon von fern zu hören. Die Kiebitze sind wieder da.
Ein dramatischer Populationsrückgang
Die meisten werden die Vögel eher mit nördlicheren Gefilden verbinden, aber sie brüten auch in Süddeutschland und hier im Schweizer Mittelland – noch, sollte man hinzufügen. Denn der Kiebitz steht auf der Roten Liste, Kategorie „stark gefährdet“. Der einstige Allerweltsvogel ist aus manchen Gebieten komplett verschwunden, und bei der Suche nach den Ursachen stößt man auf allzu Bekanntes, allem voran die Lebensraumzerstörung.
In Deutschland nahm die Kiebitzpopulation zwischen 1980 und 2016 um 93 Prozent ab. Um auf die dramatische Lage aufmerksam zu machen, hat der Naturschutzbund Deutschland den Kiebitz zum „Vogel des Jahres 2024“ gekürt. In der Schweiz galt die auf den zoologischen Namen Vanellus vanellus getaufte Art bis vor ein paar Jahren sogar als vom Aussterben bedroht, wie Simon Hohl berichtet. Der Brutbestand war von rund 1.000 Brutpaaren in den 70ern auf klägliche 90 Brutpaare im Jahr 2009 zusammengebrochen. Seit 2011 werden gezielt kiebitzfreundliche Schutzmaßnahmen durchgeführt.
Simon Hohl kennt die Problematik bis ins Detail. Der Experte leitet das Projekt „Artenförderung Kiebitz“, welches seinen Schwerpunkt in der Wauwiler Ebene hat. Das rund fünf Kilometer lange und bis zu drei Kilometer breite „Moos“ war früher ein echtes Feuchtgebiet. In seiner Mitte, erklärt Hohl, lag noch im 19. Jahrhundert ein circa 55 Hektar großer See, umgeben von Flachmoor. Geschaffen wurde das Ganze ursprünglich durch einen Arm des Reussgletschers, dessen Eismassen während der letzten Eiszeit hier eine Senke ausschliffen. Diese lief später mit Wasser voll. Im Laufe der Millennien verlandete der so entstandene See langsam von seinen Rändern her nach innen, wobei sich die Moorböden bildeten.
Dann kamen die Menschen und begannen vor etwa 200 Jahren das Moor trockenzulegen. Torf wurde abgebaut und der verbliebene See mithilfe eines eigens dazu gegrabenen Kanals abgelassen. So sollten neue Flächen für die Landwirtschaft entstehen.
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Das Vorhaben gelang allerdings nicht ganz, denn das Herz des Wauwilermooses blieb weiterhin nass. Eine Tranche dieses sumpfigen, rund 18 Hektar großen Areals wurde schon 1957 zum Naturschutzgebiet erklärt. Ein Refugium vor allem für viele Vogelarten. Auch Teile des umliegenden Geländes behielten zunächst einen ökologischen Wert.
Durch die Intensivierung der Landwirtschaft gerieten Flora und Fauna jedoch zunehmend unter Druck. Wiesen und Weiden wurden auf Höchstleistung getrimmt oder gleich in Ackerland umgewandelt; immer mehr Pflanzen und Tiere verloren ihre Habitate. Das betraf auch die Kiebitze. 2004 zählte man in der ganzen Wauwiler Ebene nur noch zehn Brutpaare. Die Population stand kurz vor dem Kollaps.
Nestbau mit Risiken
Die Vogelwarte Sempach hatte schon Mitte der 90er Jahre begonnen, die Landschaft ökologisch wieder aufzuwerten. Die Ebene ist eines der größten noch unbebauten Gebiete im Luzerner Mittelland, betont Simon Hohl. Daher ihre Bedeutung. Durch verschiedene Maßnahmen sollen hiesige Lebensräume besser miteinander vernetzt und typische Kulturlandarten wie Goldammer, Neuntöter und eben der Kiebitz gefördert werden. Dazu brauche es auch eine enge Zusammenarbeit mit den Bauern, meint Hohl. Ursprünglich brüteten die Kiebitze nämlich auf wilden Riedwiesen, die inzwischen fast überall verschwunden sind. Als Ersatz dienen ihnen jetzt Heuwiesen und sogar Ackerflächen. Weil diese wiederum mit Traktoren gedüngt, gemäht oder anderweitig bearbeitet werden, kommen Kiebitznester leicht unter die Räder. Mitarbeitende der Vogelwarte und Landwirte müssen daher die Nester erst finden und mit Fähnchen markieren, bevor sie mit den Landmaschinen um die Brutplätze herumfahren können. „Ziemlich aufwendig“, sagt Hohl. Ständig müssten Mitarbeitende der Vogelwarte vor Ort sein. Langfristig wäre es deshalb Erfolg versprechender, den Vögeln mehr Platz einzuräumen. Auf geschonten Flächen sind sie zumindest vor den Landmaschinen sicher.
Wie dieser Ansatz konkret umgesetzt werden kann, zeigt sich gut im Wauwilermoos, wo ein Betonplattenweg schnurstracks gen Westen führt. Links der Trasse fließt das eng begradigte Flüsschen Ron, doch auf der rechten Seite sieht das Terrain ziemlich urwüchsig aus. Aus dem unebenen Boden sprießt struppiges Gras; in der Mitte liegen zwei sumpfige Teiche mit Weidenbüschen an den Ufern. „Das ist der NAVO-Streifen“, erklärt Simon Hohl. Das Akronym NAVO stehe für Natur- und Vogelschutz. Dieses Stück Land wurde aus der intensiven Bewirtschaftung herausgenommen und seit Jahren weder gedüngt noch beweidet. Die Mahd findet erst Mitte Juni, also nach der Hauptbrutzeit, statt. Jeden Februar wird Wasser eingestaut. Den Kiebitzen gefällt es hier offenbar bestens. Ein gutes Dutzend von ihnen stapft gerade zwischen den Seggenbüscheln herum. Plötzlich taucht über dem Streifen eine Krähe auf. Der schwarze Vogel wird umgehend von mehreren Kiebitzen attackiert und in einen regelrechten Luftkampf verwickelt. Schon wenige Sekunden später sucht er eiligst das Weite.
Kiebitze brüten gerne in Kolonien. Sie könnten sich so besser gegen Nesträuber wehren, wie Simon Hohl erläutert. Wenn alle gemeinsam aufpassen, bleibe den einzelnen Brutpaaren mehr Zeit für die Futtersuche und die Betreuung des Nachwuchses. Die Verteidigung des Luftraums mit Sturzflugattacken übernehmen meistens die Männchen, berichtet der Biologe. Zu Beginn der Saison versuchen sie damit auch, eine Partnerin anzuwerben. Beeindrucken durch Kraftmeierei, sozusagen. Noch viel faszinierender sind allerdings die reinen Balzflüge. Die männlichen Kiebitze zeigen sich dabei als kühne Luftakrobaten. Am Wauwiler NAVO-Streifen kann man solche Vorführungen fast hautnah erleben – mit etwas Glück fliegen einem die Tiere nur wenige Metern über den Kopf hinweg. Die Vögel hier seien Zuschauer gewöhnt, meint Hohl grinsend. „Obwohl sie Wildvögel sind, sind das praktisch handzahme Kiebitze.“
Mit dem Fernglas auf Nestsuche
Die Gefiederten stehen tatsächlich unter Dauerbeobachtung. Von Anfang März bis Ende Juli ist jeweils ein Feldteam der Vogelwarte unterwegs, welches im Rahmen des Artenförderungsprojekts jede Kiebitzpräsenz genau erfasst. Momentan wird diese Aufgabe von Maja Mühlenbach und Lara Oxley übernommen. Die beiden Helferinnen sollen vor allem nach Nestbauaktivität Ausschau halten. Für mehrere Wochen werden sie mit Ferngläsern und Karten sämtliche Brutpaare und Nistplätze in der Wauwiler Ebene aufzeichnen. Dank dieses Zensus ist es dann möglich, die Gelege gezielt zu schützen und ihre Entwicklung zu verfolgen. Zusätzlich wollen die Forschenden ermitteln, wie die Kiebitzpopulation als Ganzes gedeiht. Das erfordert konkrete Zahlen zum Bruterfolg.
Auf dem NAVO-Gelände scheinen sich die ersten Brutpaare bereits gefunden zu haben. Hohl erwartet, dass sie jeden Moment mit dem Nisten anfangen könnten. Auf einem Erdbuckel pickt ein Kiebitzweibchen am Gras herum und wirft es nach hinten. „Hochverdächtig“, sagt der Experte. Die Vögel sind keine großen Baumeister; eine kleine Mulde, meist gepolstert mit Pflanzenteilen, reicht ihnen zur Eiablage. Die Partner brüten abwechselnd. Das Gelege besteht fast immer aus vier Eiern, aus denen nach etwa vier Wochen Küken schlüpfen. Als typische Nestflüchter sind sie innerhalb weniger Stunden mobil und gehen bald auf Nahrungssuche – immer unter den wachsamen Augen von mindestens einem Elternteil. Dennoch kann die Sterblichkeit bei den Kleinen manchmal sehr hoch sein. Andauernd nasskalte Witterung vertragen sie schlecht, gerade in den ersten Lebenstagen. Ein verregneter Frühling kann deshalb viele Opfer fordern. Die größte Bedrohung für den Kiebitznachwuchs kommt gleichwohl auf vier Pfoten herbeigeschlichen. Es ist der Fuchs.
Der Fuchs geht um
2023 war für die Wauwiler Kiebitze ein schlechtes Jahr. Zwar wurden in der gesamten Ebene 44 Brutpaare gezählt, doch deren durchschnittlicher Fortpflanzungserfolg betrug lediglich 0,16 flügge Küken pro Paar. Nur sieben Jungkiebitze überlebten. Für einen langfristigen Bestandserhalt muss die Quote mindestens 0,8 Flügglinge pro Brutpaar erreichen. Das schlechte Brutergebnis hatte zwei Ursachen, wie Simon Hohl erläutert. Zum einen gab es Mitte April einen Kälteeinbruch mit reichlich Niederschlägen. Nicht die besten Bedingungen zum Aufwachsen. Viel gravierender wirkte sich allerdings der Appetit der ortsansässigen Füchse aus. In nur einer einzigen Aprilnacht vertilgte ein Rotpelz auf dem NAVO-Streifen 13 der 16 damals vorhandenen Gelege. Seine Trittspuren verrieten ihn als Täter. Ähnliches geschah einen Monat später in einer Brutkolonie auf einem nahe gelegenen Acker. Gut möglich, dass es sich in beiden Fällen um denselben Räuber handelte.
„Der Fuchs ist für den Kiebitz ein extrem wichtiger Faktor“, sagt Simon Hohl. Insgesamt seien 2023 mindestens 35 Gelege gefressen worden, in fast allen Fällen nachweislich von Rotpelzen. Möglicherweise lag das auch am nasskalten Frühling, erklärt der Biologe. Durch die schlechte Witterung gab es weniger Mäuse. Die Nager sind die Hauptnahrungsquelle der Füchse. Gibt es Erstere zu wenig, müssen Letztere auf andere Kost ausweichen. Bei Ansammlungen mehrerer Gelege eignen sich mobile Elektrozäune zum Schutz gegen hungrige Vierbeiner. Inzwischen haben jedoch ein paar Rotpelze auch gelernt, die Elektrozäune zu überwinden. „Wahrscheinlich springen sie drüber“, meint Hohl. Jetzt soll ein neuer Zauntyp am NAVO-Streifen Abhilfe schaffen.
Die Füchse werden in der Wauwiler Ebene durchaus bejagt, doch ihre Anzahl scheint in den vergangenen Jahren eher leicht zugenommen zu haben. Ob eine intensivere Verfolgung den Kiebitzen helfen würde, ist fraglich. In einem natürlichen System wäre der „Prädationsdruck“ ohnehin kein Problem, erklärt Hohl. Räuber und Beute stünden in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander. Die Rotpelze hätten ein vielfältigeres Nahrungsangebot, und es gäbe natürlich auch mehr Kiebitze.
„Grundsätzlich kann ein Prädator alleine eine Tierart nicht ausrotten“, betont der Wissenschaftler. Bei bedrohten, bereits stark dezimierten Spezies bestehe diese Gefahr aber durchaus. Füchse und Krähen schauen nun mal nicht auf die Roten Listen. Trotzdem kann die Bejagung von Beutegreifern für den Artenschutz höchstens punktuelles Beiwerk sein – darüber ist sich die Fachwelt einig. Man müsse die grundlegenden, menschengemachten Ursachen des Tierschwunds anpacken.
Renaturierung für neue Habitate
Da dem Kiebitz seine Primärhabitate, sprich Riedwiesen, fehlen und die extensiv bewirtschafteten Feuchtwiesen inzwischen ebenfalls knapp geworden sind, wird nur Renaturierung helfen. „Der NAVO-Streifen und die hohe Dichte an Kiebitzen zeigen den großen Bedarf auf“, sagt Simon Hohl. Es bräuchte einfach mehr davon. Auch wenn die Vögel mit einem gewissen Erfolg auf Ackerflächen brüten können: Sie bevorzugen einen nassen Untergrund. Vielleicht ist dieser Hang zum Sumpfigen eine verhaltensbiologische Reaktion auf die Bedrohung durch Vierbeiner. Wasser schützt. Gerade der Fuchs mag keine nassen Füße. Kiebitze indes bauen ihre Nester sehr gerne auf kleine Inseln inmitten teils überfluteter Flächen. Infolge des Klimawandels haben ein paar Bauern vor Kurzem angefangen, Reis im Schweizer Mittelland anzubauen. Diese Pioniere staunten nicht schlecht, als sie auf manchen ihrer Nassfelder letztes Jahr brütende Kiebitze entdeckten.
Hier zeigt sich wieder, wie komplex Artenschutz mitunter ist. Der verregnete Frühling mag schlecht für den Fortpflanzungserfolg gewesen sein, doch gleichzeitig könnte er die Attraktivität der Wauwiler Ebene als Brutgebiet für Kiebitze gesteigert haben, meinen Simon Hohl und seine Kollegen. In den vorangegangenen sechs Jahren war die Anzahl der Brutpaare leicht rückläufig gewesen und 2023 erstmals wieder angestiegen. Eine Extensivierung und Wiedervernässung weiterer Flächen würde diesem positiven Trend wohl Vorschub leisten. Der Kernbereich der Ebene muss für die intensive Bewirtschaftung sowieso durch ständiges Pumpen entwässert werden, erklärt Hohl. Abgesehen davon sacke der Moorboden bereits seit Jahrzehnten immer weiter in sich zusammen, weil die Trockenlegung den raschen mikrobiellen Abbau von organischem Material ermögliche. Das, nebenbei bemerkt, setzt auch reichlich klimaschädliches CO2 frei.
Der Trend stimmt optimistisch
Allen schwierigen Umständen zum Trotz kann das Artenförderungsprojekt Kiebitz dennoch als Erfolg gelten. Die mittlere Anzahl der Brutpaare hat sich in etwa vervierfacht – auch dank der guten Kooperation mit lokalen Landwirten. Und den Prädationsdruck seitens der Füchse können die Vögel zumindest teilweise selbst ausgleichen, erklärt Simon Hohl. Geht ein Gelege verloren, legen die Weibchen bald ein Neues. Viel Sommerregen begünstigt nicht nur die Vernässung; er verbessert auch das Nahrungsangebot für die Küken, wie Hohl erläutert.
Ab Mitte Juli ziehen die Kiebitze aus der Wauwiler Ebene wieder fort. „Wo sie den Rest des Sommers verbringen, wissen wir nicht.“ Womöglich fliegen sie zu den Küstengebieten des Nordens oder nach Westen, wo es mehr Futter gibt, meint der Biologe. Zumindest einzelne Tiere würden in der Po-Ebene und an der französischen Atlantikküste überwintern. Das hätten Ringfunde gezeigt.
Vanellus vanellus sei eine Schirmart, betont Hohl. „Mit dem Kiebitz schützt man auch andere Spezies.“ Wie gut das funktioniert, lässt sich am Ende des langen, tatsächlich sonnigen Tages beobachten. Maja Mühlenbach und Lara Oxley haben Teile der Wauwiler Ebene systematisch abgesucht und dabei weitere Kiebitze gefunden, aber noch keine Nester. Eine Stunde vor Sonnenuntergang geht es zurück zum NAVO-Streifen. Dort wird weiter gebalzt und gewuselt, doch die Kiebitze sind nicht alleine. Andere Vögel tummeln sich im sumpfigen Gebiet. Im Flachwasser suchen zwei Waldwasserläufer (Tringa ochropus) nach Futter, während zwischen den Seggenbüscheln ein halbes Dutzend Bekassinen (Gallinago gallinago) entspannt in der Abendsonne herumlungert. Letztere Schnepfenspezies ist in der Schweiz akut vom Aussterben bedroht. Diese Exemplare sind vermutlich nur Durchzügler, aber das nasse Fleckchen Erde scheint ihnen zu gefallen. Vielleicht kommen sie wieder, und bleiben. //
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