«Trotz ihres rezenten Alters unterscheiden sich die verschiedenen Orang-Utan-Populationen Borneos genetisch sehr stark voneinander», fasst Natasha Arora, Hauptautorin des Artikels und Doktorandin am Anthropologischen Institut, die neuen Erkenntnisse zusammen. Verantwortlich dafür sind unter anderem die starke Tendenz der Weibchen, ihr Leben in den Regionen zu verbringen, in denen sie geboren wurden, sowie die vielen für die großen Menschenaffen nicht überquerbaren Flüsse. Durch ihre begrenzte geographische Verbreitung und die relativ starke genetische Isolation voneinander sind die Orang-Utan-Populationen Borneos extrem anfällig gegenüber Umwelteinflüssen wie Klimawandel und anderen durch Menschen verursachte Bedrohungen wie die Zerstörung des Lebensraums. «Die neuen Ergebnisse werden für die Erhaltung der Orang-Utans als Art sehr wichtig sein», erläutert Michael Krützen die Bedeutung der Forschungsresultate.





