Ein bisher nur an Mäusen erprobter Impfstoff gegen die Alzheimer-Krankheit wird jetzt in einer klinischen Studie an Menschen getestet. Das teilt die Association of the British Pharmaceutical Industry
Bei der Alzheimer-Krankheit bilden sich Proteinablagerungen, so genannte Amyloid-Plaques, im Gehirn. Dadurch werden Nervenzellen geschädigt und Gedächtnisstörungen hervorgerufen. Der Impfstoff enthält Fragmente des Proteins, aus dem die Plaques bestehen. Die Impfung löst eine Immunreaktion aus, die die Bildung von Ablagerungen verhindern soll.
In Vorversuchen mit gentechnisch veränderten Mäusen hatte sich der Impfstoff als wirksam erwiesen: Die geimpften Tiere schnitten bei Gedächtnistests in Labyrinthversuchen besser ab als die nicht behandelten. Auch wenn die jetzt mit 80 Patienten begonnenen Tests positiv verlaufen, wird es noch mindestens vier Jahre dauern, bis der Impfstoff allgemein verfügbar sein könnte.
“Nach den bisherigen Ergebnissen verhindert die Impfung nicht nur das Auftreten von Symptomen. Durch den Abbau bereits bestehender Plaques könnten sogar Schäden rückgängig gemacht werden”, sagt Harriet Millward von der Alzheimer’s Research-Stiftung.
Wenn durch Impfmaßnahmen der Beginn der Krankheit nur um fünf Jahre hinausgezögert werden könnte, würde sich die Zahl der Erkrankten und damit die Gesamtkosten der Behandlung halbieren, teilte ein Sprecher der Firma mit.
Joachim Czichos





