Mit einer neuen Technik gelang es Forschern von der University of Pittsburgh, Hunde zwei Stunden nach dem klinischen Tod wiederzubeleben. Dabei nahmen die Tiere offenbar keinen Schaden und hatten auch Monate nach dem Eingriff normale Hirnfunktionen, berichtet die Gesellschaft der Chemischen Industrie (Society of Chemical Industry).
Die erfolgreiche Wiederbelebung setzte allerdings eine spezielle Präparation der Versuchtiere voraus, die spätestens fünf Minuten nach ihrem Tod abgeschlossen sein musste: Peter Safar von der University of Pittsburgh ließ während des klinischen Todes der Hunde eine kalte Salzlösung durch ihre Aorta strömen, die das Gehirn, das Herz und andere Organe auf fünf bis zehn Grad Celsius kühlte. “Die Unterkühlung erhält die Lebensfähigkeit der Organe, die normalerweise Sauerstoff benötigen”, erläutert Safar.
Falls die kontrollierte Unterkühlung auch beim Menschen funktioniert, hofft man, dass sie insbesondere bei Herzstillstand oder nach starkem Blutverlust erfolgreich sein könnte. In beiden Fällen gibt es bislang nur ungenügende Wiederbelebungstechniken. Safar sieht in seiner Methode in erster Linie eine Möglichkeit, Zeit zu gewinnen. Während des klinischen Todes könnte beispielsweise ein Arzt innere Blutungen aufspüren und stillen, so seine Idee.
Derzeit führt Safars Arbeitsgruppe klinische Studien an Traumapatienten durch, die keinen Puls mehr haben. Noch bedarf es einer Operation, bei der der Brustraum geöffnet wird, um an die Aorta zu gelangen.
Susanne Donner





