In den 1990er Jahren wurde die Erkrankung erstmals in Europa entdeckt: Bei immer mehr Eschen (Fraxinus excelsior) verwelkten die Triebe und vor allem Jungbäume starben schließlich in großer Zahl ab. Wie sich zeigte, wird das sogenannte Eschentriebsterben von dem aus Asien eingeschleppten Pilz Hymenoscyphus fraxineus verursacht. Mittlerweile hat sich die Erkrankung in Europa weit ausgebreitet und zu teils verheerenden Verlusten geführt. Zuletzt hat auch der Waldzustandsbericht 2024 erneut verdeutlicht, wie stark die Erkrankung die Eschenbestände Deutschlands gefährdet. Der Verlust dieser Bäume hat dabei eine erhebliche ökologische sowie forstwirtschaftliche Bedeutung: Eschenholz ist begehrt, denn es eignet sich wegen seiner speziellen Eigenschaften besonders für die Herstellung von Möbeln, Parkettböden oder bestimmter Musikinstrumente. Vor allem bilden die Laubbäume aber ein wichtiges Element in der Biodiversität natürlicher Ökosysteme.





