Sowohl HIV als auch Alzheimer schädigen das Gehirn. Laut einer neuen Studie am San Francisco Veterans Affairs Medical Center (SFVAMC) scheinen bei beiden Krankheiten Entzüdungen die Gehirnschädigung zu verursachen. Dies würde bedeuten, dass entzündungshemmende Medikamente bei der Behandlung helfen könnten. Die Studie ist in der aktuellen Ausgabe des Journals AIDS veröffentlicht.
Die Ergebnisse der Studie von Lynn Pulliam weisen daraufhin, dass bei Aids-Demenz-Patienten und Alzheimer-Patienten die Anzahl der selben Immunzellen erhöht ist. “Das Gehirn führt eine Immunantwort gegen die HIV-Infektion. Wir glauben, dass das Gehirn von den entzündlichen Giftstoffen beschädigt wird, die als Teil der Immunantwort des Gehirnes freigegeben werden. Auch die Amyloidplaques bei Alzheimer scheinen so eine giftige entzündliche Antwort auszulösen”, sagte Pulliam. Pulliam fand heraus, dass eine Behandlung mit einem entzündungshemmenden Medikament diese Giftigkeit bei Aids-Demenz-Patienten verhindert.
Studien anderer Wissenschaftler haben bereits gezeigt, dass eine bestimmte Klasse von entzündungshemmenden Medikamenten, die sogenannten nichtsteroidalen Entzündungshemmer, wie etwa Ibuprofen, helfen können, den Ausbruch von Alzheimer zu verzögern.
Nicole Waschke





