Eine sehr früh einsetzende Kombinationstherapie, die auf der Gabe von nur drei Medikamenten beruht, könnte bereits in den Anfangsstadien einer HIV-Infektion die Immunität eines Patienten gegen das Virus erhalten. Das haben Wissenschaftler des St. Luke’s Medical Centers und der Northwestern University Medical School in Chicago bei Labortests festgestellt. Anhand klinischer Tests soll die Theorie jetzt überprüft werden.
Die Patienten erhalten eine Kombination von Stavudin, Didanosin und einem Protease-Hemmer. Letztere werden einmal pro Tag eingenommen, Stavudin zweimal täglich. Die Forscher glauben, dass sie mit ihrer Methode die Funktion des Immunsystems der Patienten aufrecht erhalten, das Risiko der Virusübertragung und das Fortschreiten der Krankheit unterbinden können. Das Virus soll außerdem nicht mehr zu Mutationen in der Lage sein. Die Medikation beginnt bereits sieben bis 14 Tage nach der Diagnosestellung.
An der Studie nehmen nur solche Patienten teil, die bei einem HIV-Test innerhalb der letzten sechs Monate ein negatives, nach dem späteren Wiederholungstest jedoch ein positives Ergebnis hatten. Zu diesem Zeitpunkt liegt die Virusinfektion etwa 140 bis 150 Tage zurück. Gegenwärtig setzt die antiretrovirale Therapie erst dann ein, wenn die Zahl der CD4+T Zellen unter 350 sinkt. Bis ein HIV-Patient diesen Wert erreicht, können jedoch mehrere Jahre vergehen. Vom Zeitpunkt der Diagnosestellung an werden die Betroffenen lediglich beobachtet.
pte





