Erstmals wurde eine Rothirschkuh (Cervus elaphus) als Leihmutter für eine andere Art eingesetzt. Das Kunststück brachten französische Forscher des Institut National de la Recherche Agronomique in Nouzilly bei Tours fertig. Das Tier gebar jetzt ein Sika-Kitz. Das japanische Sikawild (Cervus nippon nippon) ähnelt dem europäischen Damwild, besitzt aber kein Schaufel-, sondern ein Stangengeweih.
Die Wissenschaftler um Pascal Mermillod hatten den Sika-Embryo im Labor aus Spermien und Eizellen der Spezies gezeugt. Danach wurde er der Hirschkuh eingepflanzt, die ihn ohne Probleme austrug. Mermillod hofft, dass diese Technik dabei helfen kann, bedrohte Arten nachzuzüchten und so vor dem Aussterben zu bewahren.





