Für Herzkranke zu beten hat eine nachweisbar heilende Wirkung – das behaupten zumindest amerikanische Mediziner. Ihre Studie lege außerdem nahe, dass streng wissenschaftliche Untersuchungen über den Nutzen ungewöhnlicher Behandlungen wie etwa das Beten möglich seien, schreiben sie in der angesehenen Fachzeitschrift “American Heart Journal”.
Die Forscher um Mitch Krucoff vom medizinischen Zentrum der Duke Universität beobachteten 150 Patienten mit akuten Herzproblemen, die alle für eine Herzoperation vorgesehen waren. Alle Patienten erhielten eine Standardtherapie. Einige Patienten bekamen zusätzlich unkonventionelle Behandlungen, wie aktiven Streßabbau, “heilende Berührungen” oder fürsprechende Gebete. Gebetet haben bei den Versuchen Buddhisten, Katholiken, Juden und Vertreter anderer Religionen. Ob für einen Patienten gebetet wurde oder nicht, wussten dabei weder die Ärzte noch die Patienten.
Nach dem Abschluss des Versuches zeigte ein Vergleich: Die besten Heilerfolge hatten Patienten, für die gebetet wurde. Sie starben nicht so oft und litten seltener unter Herzversagen oder Herzattacken als die anderen Patienten. “Geistige Unterstützung wie Stressabbau oder heilende Berührungen helfen den Leuten, sich zu entspannen”, vermuten die Forscher. “Das unterstützt die Genesung.” Warum die Gebete den stärksten Effekt zu haben scheinen, können sie jedoch nicht erklären.
In weiteren Studien wollen die Mediziner das Phänomen genauer erforschen. “Wir wissen, dass sich Patienten sehr für diese Art der Behandlung interessieren ? vor allem für den Einfluss von Spiritualität und Gebet auf die Gesundheit”, sagt Krucoff.
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ddp/bdw – Cornelia Pfaff





