Wenn kalifornische Erdhörnchen und ihre Jungen von einer Klapperschlange bedroht werden, geben sich die erwachsenen Tiere nicht kampflos geschlagen, sondern schleudern dem angriffslustigen Reptil Sand entgegen und peitschen mit ihrem Schwanz.
Jetzt hat der amerikanische Forscher Aaron Rundus von der University of California in Davis erstmals nachgewiesen, dass die Erdhörnchen den Schlangen ein weiteres Zeichen geben: Sie erwärmen ihren Schwanz.
Rundus hatte wilde Erdhörnchen zusammen mit einer Klapperschlange in einen Käfig gesperrt und die Begegnung mit einer Infrarot-Kamera gefilmt. Dabei stellte sich heraus, dass die Tiere ihren 15 Zentimeter langen Schwanz durch Aufstellen des Fells – wodurch sie mehr Haut zeigen – und durch eine Erweiterung der Blutgefäße aufheizen.
Da Klapperschlangen ihre Opfer meist mit Hilfe eines Wärmesensors aufspüren, vermutet Rundus, dass der heiße Schwanz der Nager von den Jungtieren ablenken soll. Die sind nämlich eine beliebte Beute der giftigen Reptilien. Gleichzeitig soll der Schwanz wohl auch die Anwesenheit eines erwachsenen Erdhörnchens anzeigen. Denn die rund 45 Zentimeter langen Nager werden aufgrund ihrer Größe nur selten von den Schlangen angegriffen.





