Rund 3.900 Babys und 47 Mütter sterben derzeit in Deutschland jährlich bei der Geburt. Damit sei die Sterblichkeitsrate “in den letzten Jahren überraschend niedrig geworden”, sagte am Donnerstag der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe, Prof. Hans Bender, in Düsseldorf. Bei rund 780.000 Schwangerschaften sei damit die Todesrate bei den Kindern auf ein halbes Prozent gesunken.
Dies sind Zahlen, die wir uns vor 20 Jahren noch nicht haben vorstellen können, sagte der Fachmediziner. Damals habe die Sterblichkeitsrate von Müttern und Kindern noch um das Doppelte und Dreifache höher gelegen. Nun sei auch Deutschland in der europäischen Spitzengruppe der Länder mit niedriger Mutter-Kind- Sterblichkeit.
Ursache für diese positive Entwicklung seien verbesserte Methoden der Vorsorge-Untersuchungen, aber wohl auch das Bewusstsein vieler Frauen, dass die wenigen heute erwünschten Schwangerschaften “gelingen müssen”, meinte Bender während des Fortbildungskongresses der Frauenärztlichen Bundesakademie. Nach jüngsten Statistiken kommen allerdings immer noch etwa 58 500 Babys als Frühgeburten zur Welt, sagte der Gynäkologe. Fehlbildungen würden jährlich bei 31 200 Neugeborenen festgestellt.
dpa





