US-Forscher haben herzkranke Ratten erfolgreich gentherapeutisch behandelt. Bei den Tieren war ein Gen für eine Kalziumpumpe, die auch die Muskelleistung des Herzens beeinflusst, krankhaft verändert.
Die Forscher schleusten das normale Gen über Viren in die Rattenherzzellen ein. Nach vier Wochen lebten noch 63 Prozent der behandelten Ratten, von den nicht behandelten Ratten lebten hingegen nur noch neun Prozent. Das berichtet ein Team vom “Massachusetts General Hospital” in Charlestown im Fachjournal “Circulation” vom Dienstag. Die Forscher um Federica del Monte und Roger Hajjar hoffen, in ein paar Jahren diese Behandlungsstrategien auch am Menschen erproben zu können.
Die betroffene Kalziumpumpe reguliert den Kalziumfluss in den Herzzellen. Die anormale Kalziumpumpe kann ihre Aufgabe nicht hinreichend erfüllen, so dass die Herzmuskelleistung zurück geht. Damit ist auch die Energieversorgung beeinträchtigt.
“Die Behebung dieses genetischen Defekts korrigiert eine große Anzahl von Abnormalitäten des Herzens”, schreiben die Wissenschaftler. “Das Herz muss gleichmäßig mit Energie versorgt werden. Bei den Herzkranken ist das Energieniveau aber zu niedrig.” Medikamente zur Stärkung der Herzleistung führten zu vermehrten Todesfällen. “Diese Medikamente werden heute nicht mehr verschrieben. Wir brauchen dringend eine alternative Behandlung für diese Herzpatienten”, erläuterten die Forscher.
dpa





