Jauche von transgenen Schweinen könnte künftig die Überdüngung von Gewässern vermindern: Wissenschaftler von der Universität Guelph in Kanada haben das Erbgut einer Schweineart so verändert, dass deren Kot weniger umweltschädliches Phosphor enthält, berichtet die Zeitschrift Nature Biotechnology.
Schweine können normalerweise Phosphor, der sich in so genannten Phytaten in der Nahrung befindet, nicht verwerten. Daher scheiden sie die Phytate unverdaut mit dem Kot aus, den Bauern anschließend als Jauche auf den Feldern verteilen. Regen spült den überschüssigen Phosphor in Gewässer oder ins Grundwasser. Das Ergebnis ist oftmals eine Überdüngung, die zu Algenblüten und zum Absterben von Fischen und Pflanzen führt.
Die Wissenschaftler haben die Schweine deshalb mit einem extra Gen ausgestattet. Der Speichel der genetisch veränderten Tiere enthält nun ein Enzym, das die Verdauung der Phytate ermöglicht. Der Kot der Schweine enthält dadurch 75 Prozent weniger Phosphor.
Adam Bostanci





