Nachweis eines Tumors bald durch einfachen Gentest?
Als Mediziner des Memorial Sloan-Kettering Cancer Center (MSKCC) in Lungenzellen das Gen für das sogenannte MAD2-Protein zerstörten, begannen die Zellen krebsartig zu wuchern. Selbst bislang wirksame Chemotherapeutika wie die sogenannten Taxane konnten die Krebszellen nicht am Wachstum hindern. Die Entdeckung könnte helfen, die Aggressivität von Tumoren mit einem einfachen Gentest zu bestimmen.
Robert Benezra und Yong Li beobachteten, dass in den Zellen mit zerstörtem MAD2-Gen beim Teilungsvorgang ganze Chromosomen verloren gingen. Normalerweise bewirkt das MAD2-Protein, dass Chromosomen bei der Zellteilung in gleicher Zahl an die Tochterzellen verteilt werden. “Als wir das MAD2-Gen einer genetisch eher stabilen Lungenkrebs-Zelllinie zerstörten, konnten wir sehen, wie die Chromosomen bei der Zellteilung frühzeitig auseinanderfielen”, berichten die Forscher in der Fachzeitschrift Nature vom 18. Januar. Krebstypen dieser Art gelten als kaum heilbar.
Frieder Graef





