Ein Defekt in Genen, die an der Reperatur von DNS-Schäden beteiligt sind, erhöht die Wahrscheinlichkeit für Darmkrebs. Das berichten Wissenschaftler vom Paterson Institute des Christie Hospitals in Manchester im British Journal of Cancer.
Bei 30 Prozent der in der Studie untersuchten Darmkrebspatienten konnten die Forscher solche Gendefekte nachweisen. Die Forscher schlagen ein einfaches Testverfahren vor, um Personen mit erhöhtem Risiko für Darmkrebs frühzeitig zu erkennen.
Blutproben von 37 Darmkrebspatienten und 66 gesunden Personen wurden bestrahlt, um DNS-Schäden auszulösen. Diese konnten von den Blutzellen der gesunden Personen weitgehend repariert werden. Bei 30 Prozent der Proben von Darmkrebspatienten fand dagegen keine ausreichende Reparatur der Strahlenschäden statt.
“Durch diesen Test können wir schnell nachweisen, ob jemand mit hoher Wahrscheinlichkeit an Darmkrebs erkranken wird”, sagt der Leiter der Studie David Scott. Menschen mit positivem Testergebnis sollten sich regelmäßig auf Krebs untersuchen lassen, da bei frühzeitiger Erkennung die Heilungsaussichten beträchtlich steigen.
Weitere Untersuchungen hatten ergeben, dass auch bei Brustkrebspatienten Strahlungsschäden nicht effektiv ausgebessert werden. Hier konnte die genetische Ursache zusätzlich dadurch nachgewiesen werden, dass der Defekt auch bei Verwandten der Betroffenen auftrat.
Krebs entsteht unter anderem dadurch, dass Schäden in der DNS einer Zelle nicht sofort erkannt und korrigiert werden. Das kann zu unkontrolliertem Zellwachstum führen. Menschen mit einem defekten DNS-Reparatursystem sind daher anfälliger für eine Krebserkrankung.
Darmkrebs ist die dritthäufigste Krebserkrankung in Deutschland. Für seine Entstehung wurde bisher vor allem die Ernährung verantwortlich gemacht.
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Joachim Czichos





