Hundebesitzer wissen, wie schwierig es sein kann, dem Vierbeiner beizubringen, sich hinzulegen und ruhig in dieser Stellung zu verharren. Glaubt man einer Studie ungarischer Forscher, ist der Erfolg dieser Übung von den Genen abhängig.
Ein Team um Enikö Kubinyi von der Eötvös Loránd Universität in Budapest hatte 104 Schäferhunde mehreren Gehorsamkeitsübungen unterzogen, wie „Platz” und „bleib”. Danach verglichen die Wissenschaftler die DNA der Tiere. Sie konzentrierten sich dabei auf ein Gen, das für die Produktion von Dopamin und Noradrenalin verantwortlich ist. Diese Neurotransmitter steuern unter anderem Bewegungsabläufe und emotionale Reaktionen und spielen auch bei Menschen mit ADHS (Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung) eine Rolle. Wie sich herausstellte, hatten 37 Hunde eine verkürzte Version des Gens – und zwar genau die mit dem schlechtesten Gehorsam. Dagegen verhielten sich Hunde mit der längeren Gen-Variante vorbildlich.
Die Ergebnisse könnten Hundezüchtern helfen, leicht erziehbare Tiere zu identifizieren, und auch Hyperaktivität bei Hunden erklären.





