Gegen die gefährliche Leberentzündung Hepatitis B sollen nach Ansicht von Medizinern alle Kinder und Jugendlichen geimpft werden. Ein umfassendes Impfprogramm könne die Menschen vor den häufig unterschätzten Gefahren dieser chronischen Lebererkrankung bewahren, sagte Prof. Jürgen Riemann von der Klinik der Stadt Ludwigshafen am Mittwoch in Frankfurt am Main.
Zurzeit müsse trotz sicherer Impfmöglichkeiten noch jährlich mit rund 60.000 Neuinfektionen gerechnet werden. Hepatitis B kann durch verunreinigtes Blut und Sexualkontakte übertragen werden. Gefährdet seien vor allem 15- bis 40-Jährige.
Die Leberentzündung sei weltweit eine der häufigsten Infektionskrankheiten mit rund 500 Millionen chronischen Virusträgern, sagte Riemann. Hepatitis bedeute nicht nur eine Einschränkung ihrer Lebensqualität, sondern auch eine deutlich geringere Lebenserwartung. Sie könne zu Leberzirrhosen und Leberkrebs führen.
dpa





