Für Aufregung hat kürzlich eine Studie finnischer und russischer Forscher gesorgt. Danach beschleunigt Distickoxid (N2O), das aus den Permafrostböden Kanadas und Sibiriens freigesetzt wird, die Klimaerwärmung. Die Wissenschaftler um Pertti J. Martikainen von der Universität Kuopio erklärten, N2O – besser bekannt als Lachgas – gelange durch die sogenannte Kryoturbation in die Atmosphäre. Dieser Prozess bezeichnet das Auftauen und Wiedereinfrieren der Böden. „Es gibt Beweise”, meint Martikainen, „dass die Erwärmung der Arktis die Kryoturbation beschleunigt.” Und: Distickoxid sei 300 Mal klimawirksamer als Kohlendioxid.
Allerdings warnen andere Experten vor Panikmache. So erklärte der Klimaforscher Mojib Latif vom Leibniz-Institut für Meereswissenschaften der Universität Kiel gegenüber bdw: „Ich schätze dies als wenig relevant im globalen Kontext ein.”





