Amerikanische Forscher konnten bei Ratten eine frühe Beschädigung der Netzhaut vollständig heilen. Die Tiere, die in den ersten Monaten ihres Lebens erblindet waren, sahen nach der Behandlung teilweise wieder so gut wie gesunde Artgenossen, berichten die Wissenschaftler in der Januarausgabe des Fachmagazins “Nature Neuroscience”.
Die Forscher um Raymond Lund von der Universität Utah in Salt Lake City transplantierten “unsterbliche” Hautzellen in die Augen der erblindeten Tiere. Darauf regenerierte sich deren beschädigte Netzhaut größtenteils wieder, wie schon frühere Versuche gezeigt hatten. Doch auch die Sehzentren im Gehirn übernahmen nach der Therapie wieder die angestammten Funktionen, fanden die Forscher mit elektrophysiologischen Untersuchungen der Hirnrinde. Einige der behandelten Tiere schnitten in Verhaltenstests wieder so gut ab wie gesunde Ratten.
Die Ergebnisse würden Hoffnung auf eine Heilung von Netzhauterkrankungen wie der Makuladegeneration geben, schreiben die Forscher.
Marcel Falk





