Wie kommt es, dass die Körperflüssigkeit von Fischen in polaren Gewässern nicht einfriert? Seit längerem ist bekannt, dass die Tiere dazu körpereigene Frostschutzmittel synthetisieren, so genannte Glykoproteine. Japanische Forscher der Hokkaido-Universität in Sapporo um Shin-Ichiro Nishimura haben diese mit Zucker verknüpften Proteine jetzt genauer untersucht. Sie fanden heraus, dass die Glykoproteine stets aus einem einzigen, vielfach wiederholten Tripeptid mit der Aminosäuresequenz Alanin-Threonin-Alanin bestehen. Jedes Threonin ist mit einem Disaccharid aus Galactose und N-Acetyl-Galactosamin versehen. „Diese Moleküle”, erklärt Nishimura, „binden an die Oberfläche von winzigen Eiskristallkeimen und verhindern so, dass sie zu größeren Kristallen anwachsen. Dadurch wird der Gefrierpunkt des Wassers herabgesetzt.”





