Frauen haben einer Studie zufolge mehr als doppel so oft schlaflose Nächte wie Männer. Das berichtet die “Ärzte Zeitung” (Neu-Isenburg) am Dienstag. Der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin, Prof. Jürgen Fischer von der Klinik Norderney, mache dafür hormonelle Unterschiede verantwortlich. Ob diese Erkenntnisse zu neuen Behandlungsmethoden gegen Schlafstörungen führen könnten, müsse allerdings noch untersucht werden.
Die Studie des Münchner Max-Planck-Instituts für Psychiatrie stütze unter anderem die These, dass bei Frauen nachts mehr Stresshormone freigesetzt würden, berichtet die “Ärzte Zeitung”. Dies könne der MPI-Forscherin Irina Antonijevic zufolge zu einer unterschiedlichen Verteilung der Schlafstadien führen. Niedrig dosierte Östrogenpräparate hätten bei Frauen nach den Wechseljahren einen positiven Effekt auf die Schlafqualität gezeigt. Insgesamt leiden der Münchner Studie zufolge 42 Prozent der Patienten in Allgemeinarztpraxen unter Schlafstörungen.
dpa





