Frauen attackieren ihre Partner in etwa genauso oft wie umgekehrt, richten dabei aber weniger Verletzungen an. Zu diesem Ergebnis kommt der Psychologe John Archer von der britischen Universität Central Lancashire nach der Auswertung von 82 zumeist amerikanischen Studien.
Nach eigenen Aussagen greifen Frauen demnach mindestens so oft als Erste an wie Männer. Die übergreifende Analyse stellt das Magazin “Psychologie heute” (Weinheim) in seiner Oktoberausgabe vor. Einschränkend verweist das Magazin darauf, dass der Forscher Vergewaltigungen und andere sexuelle Übergriffe nicht berücksichtigt hat, weil er sie nicht mit anderen Gewalttaten gleichsetzen wollte.
Doch Männer richten, auch wenn sexuelle Übergriffe ausklammert sind, mehr Schäden an: 65 Prozent der 1.113 erfassten Verletzungen gingen auf das Konto von Männern. Archer verweist zudem auf Studien in Japan, Indien und Papua-Neuguinea, wo der Unterschied zwischen noch wesentlich größer sei. Männer zumindest in den USA töten laut Archer ihre Partnerin auch häufiger als umgekehrt: Nur in 30 bis 44 Prozent dieser Fälle seien Frauen die Täterinnen.
dpa





