Du sächselst ja schon heftig!
Nu glar! Obossums sin indelligende Diere, mir bassen uns an.
Vielleicht könntest du mit Rücksicht auf unsere Leser hochdeutsch sprechen.
Geen Brobblem! Äh, kein Problem. In den Südstaaten der USA, wo ich herkomme, wird auch ziemlicher Slang gesprochen.
Du bist Amerikanerin?
Ja, meine Schwester Naira und ich, wir stammen aus North Carolina. Unsere Mutter ist früh gestorben. Kommt vor bei Opossums, wir haben viele Feinde. Wildhüter haben uns aufgepäppelt und an einen Zoo in Dänemark verkauft. Von dort kamen wir nach Leipzig.
Jedenfalls scheint die Diät, die sie dir hier verordnet haben, anzuschlagen. Angeblich hast du 600 Gramm abgenommen.
Ja, ich bin denen zu fett. Unsere Ranger hatten es damals nicht so mit gesunder Ernährung.
Das Schielen hat sich aber nicht gebessert.
Nein. Die Tierärzte hatten zwar vermutet, dass das überschüssige Fettgewebe mir die Augäpfel aus den Höhlen gedrückt hat. Aber selbst wenn das der Grund dafür war, bildet sich das jetzt nicht mehr zurück.
Wieso hat der Zoo euch überhaupt geholt? Die hatten doch vorher auch keine Opossums …
Das ist alles für die neue Tropenhalle! An der bauen sie seit drei Jahren. Ein Riesending! Richtiger kleiner Regenwald, mit großem Wasserfall, 17.000 tropischen Pflanzen und 300 Tieren. Wir sind alle schon ganz aufgeregt.
Da sollt ihr dann leben?
Ja, wir sollen hier eine Opossum-Familie gründen. Naira und ich – und Teddy, unser junger Däne, der ist erst eineinhalb, aber ein ganz Schnuckliger! Wir zwei sind schon drei Jahre, finden ihn aber beide echt süß.
Wann zieht ihr denn um?





