Eine skurrile Fliegen-Studie erreicht uns aus der Schweiz: Europäische Schwingfliegen kopulieren demnach häufiger als nordamerikanische. Diese Erkenntnis geben Wissenschaftlern um Wolf Blanckenhorn von der Universität Zürich bekannt. Das Team hat die auch als Dungfliegen bezeichneten Insekten in einer aufwendigen Studie beobachtet. Der Name rührt daher, dass die Larven sich im Kot von Wirbeltieren entwickeln. Die eingehende Untersuchung der drei Millimeter großen Tiere ergab außerdem, dass in Europa männliche Dungfliegen größer sind als weibliche, was atypisch für Insekten ist. Die US-Verwandten der Fliegen folgen dagegen dem üblichen Dimorphismus bei Sechsbeinern: Männlein kleiner als Weiblein. Womit wir wieder am Anfang sind: Denn das paarungsfreudigere Verhalten der europäischen Schwingfliegen, so eine Schlussfolgerung der Forscher, geht auf die größeren Hoden dieser Insekten zurück.





