Lebende Bakterienzellen rieseln aus dem All auf der Erde: Hinweise dafür hat nun ein internationales Forscher-Team auf einer Tagung von Astrobiologen in San Diego vorgestellt. Die Wissenschaftler schätzen, dass täglich über 300 Kilogramm dieser Biomasse auf die Atmosphäre “regnen”.
Wir haben den eindeutigen Beweis dafür, dass Klumpen lebender Zellen in 41 Kilometern Höhe vorkommen, sagte Chandra Wickramasinghe im Namen seiner Forschungsgruppe. “Das ist weit über der örtlichen Tropopause, der Obergrenze der wetteraktiven Schicht, über die hinaus keine tiefer liegende Luft transportiert wird.” Die Verteilung der Bakterien über verschiedene Höhen weise stark darauf hin, dass sie aus dem All stammen.
Die Zell-Klumpen fanden die Wissenschaftler mit einem Cyanin-Farbstoff, den nur lebende Zellen aufnehmen. Das indisch-britische Team unter der Leitung von Jayant Narlikar, Direktor des Zentrums für Astronomie und Astrophysik in Pune in Indien, hatte unter absolut sterilen Bedingungen Proben aus der Atmosphäre gesammelt und analysiert.
Mit diesen neuen Beweisen sehen Wickramasinghe und sein Kollege Sir Fred Hoyle ihre Theorie bestätigt, dass das Leben einst von Kometen auf die Erde gebracht wurde. Diese Hypothese vertreten die Wissenschaftler schon seit mehr als zwanzig Jahren.
Cornelia Pfaff





