Bauchspeicheldrüsenkrebs lässt sich künftig möglicherweise mithilfe einer neuen Impfmethode behandeln. Amerikanische Forscher impften Krebspatienten mit einem bestimmten Eiweiß aus den Tumorzellen, dem so genannten Hitzeschockprotein PC-96 (HSPPC-96). Das regte das Immunsystem der Patienten dazu an, die Tumorzellen zu bekämpfen. Über ihre Studien berichteten die Forscher auf der Europäischen Krebskonferenz in Kopenhagen.
Bauchspeicheldrüsenkrebs zählt zu den am schwierigsten zu bekämpfenden Krebsarten, über 95 Prozent der Patienten sterben innerhalb von zwei Jahren nach der Diagnose. Auch bei einer völligen Entfernung des Tumors liegt die Sterblichkeit noch bei über 90 Prozent. Viele der Betroffenen leben nach der Operation kaum länger als ein Jahr.
Das Forscherteam um Robert Maki vom Memorial-Sloan-Kettering-Krebszentrum in New York konnte nun die Lebenszeit einiger Krebspatienten verlängern. Dazu entfernten die Forscher operativ bei zehn Patienten den Tumor und impften sie anschließend mit aus deren eigenen Tumoren isoliertem HSPPC-96. Die Überlebensdauer der Personen verlängerte sich dadurch auf durchschnittlich zweieinhalb Jahre, ein Patient lebt sogar seit nunmehr fünf Jahren beschwerdefrei.
Zumindest bei einigen der Patienten reagierte demnach das Immunsystem auf die Impfung, erklärt Maki. Dennoch warnt er vor einer übereilten Euphorie. Noch beschränke sich diese Methode auf Patienten, die operiert werden können. Außerdem müssten weitere klinische Versuche die Ergebnisse noch bestätigen. Eine ähnliche Impfung wollen die Mediziner zudem auch bei Nierenkrebs testen.
ddp/bdw ? Stefanie Offermann





