Amerikanische Forscher haben über hundert Gene entdeckt, die vor schädlicher Strahlung und damit vor Krebs schützen. Die Resultate könnten zu neuen Strategien gegen Krebsleiden führen, schreiben die Forscher im Fachmagazin “Nature Genetics”.
Amerikanische Forscher haben über hundert Gene entdeckt, die vor schädlicher Strahlung und damit vor Krebs schützen. Die Resultate könnten zu neuen Strategien gegen Krebsleiden führen, schreiben die Forscher im Fachmagazin “Nature Genetics”.
Bislang kannten Forscher aus Arbeiten mit Bäckerhefe nur 23 solcher Gene. Die Verfünfachung dieser Zahl gelang den Genetikern um Michael Resnick und Craig Bennett vom Nationalen Institut für Umweltgesundheit mit Daten des Hefe-Genom-Deletion-Projekts. Darin vereinigt sind Hefezellen, denen ein Gen fehlt und die dennoch wachsen können. Diese Mikroorganismen bestrahlten die Forscher mit radioaktiven Gammastrahlen, die das Erbgut schädigen können. Hielten die Hefezellen der Bestrahlung nicht stand, nahmen die Forscher an, dass das fehlende Gen in Schutzmechanismen gegen Strahlenschäden mitwirkt.
Für ihre Versuche verwendeten die Forscher erstmals Hefen, die wie Menschenzellen alle Chromosomen in doppelter Ausführung haben. Auch deshalb hätten sie viele neue Gene gegen Strahlenschäden entdeckt, sagen die Forscher.
Viele dieser 107 Gene würden aber nicht nur vor Gammastrahlen, sondern etwa auch Ultraviolettem Licht schützen, berichten die Forscher. Die unsichtbaren UV-Strahlen, wie sie die Sonne aussendet, greifen ebenfalls das Erbgut an und sind eine der Hauptursachen für Hautkrebs.
Marcel Falk





