Von RALF STORK
Bei den Vögeln ist die Sache einfach. Das immer gleiche Prinzip 11.000-fach variiert: Es gibt immer zwei Flügel, mit Federn bedeckt, von zwei großen Brustmuskeln angetrieben, die den Vogel durch die Luft oder ausnahmsweise auch durchs Wasser befördern. Bei den Insekten ist das anders: Die Flügel sitzen zwar immer an der gleichen Stelle, aber mal stehen sie starr vom Körper ab, mal lassen sie sich zusammenfalten und sicher verstauen. Meistens sind es vier, manchmal auch nur zwei. In den 30 Ordnungen mit mehr als einer Million bekannten Arten haben sich seit dem ersten Flug vor mehr als 320 Millionen Jahren genau die Flügelformen entwickelt, die am besten zu der jeweiligen Lebensform passen.





