Mediziner der Yale University haben erstmals im Knochenmark von erwachsenen Menschen Stammzellen entdeckt, die fast dieselben Fähigkeiten wie embryonalen Stammzellen haben: Sie können sich weiterentwickeln zu Organen wie etwa der Haut, der Leber und der Lunge.
Den embryonalen Stammzellen sind diese von Erwachsenen stammenden Stammzellen bislang am ähnlichsten, so Diane Krause vom Yale Cancer Center. Wie sie und ihr Team in der Fachzeitschrift Cell berichten, hat die Knochenmarkzelle eine enorme “Verwandlungsfähigkeit”. In Vorversuchen an Mäusen hatten die Wissenschaftler bereits gezeigt, dass die Knochenmarkzellen neue Leberzellen bilden können. Nun haben sie bewiesen, dass dies auch beim Menschen möglich ist.
Sie markierten Knochenmarkzellen mit einem Gencode und pflanzten sie ins Gewebe ein. Die veränderten Stammzellen konnten die Forscher später nicht nur im Knochenmark und im Blut, sondern auch in der Lunge, den Därmen, der Leber und der Haut wiederfinden. Dennoch empfehlen die Forscher, weiterhin auch mit embryonalen Stammzellen zu forschen, denn ihre Arbeiten und Ergebnisse seien erst am Anfang.
Frieder Graef





