Gene haben einen deutlichen Einfluss auf die sportliche Leistung. Sie bestimmen mit, welche Sportart einem Menschen am besten liegt und in welchem Ausmaß regelmäßiges Training zum Erfolg führt. Das ist das Ergebnis eines wissenschaftlichen Kongresses zu diesem Thema in London.
Der Forscher Tuomo Rankinen vom Biomedizinischen Forschungszentrum in Baton Rouge (USA) wollte mit genetischen Tests bestimmen, wer mit regelmäßigem Training seine Gesundheit fördert. Dazu ließen seine Mitarbeiter über 700 Freiwillige einen 20-wöchigen Trainingskurs absolvieren. Von den Übungen hatten die Probanden unterschiedlich profitiert: Einige konnten nach dem Kurs Sauerstoff deutlich effizienter verwerten als zuvor. Bei anderen stellten die Forscher jedoch kaum Verbesserungen fest.
Dieses Resultat hänge zum Teil vom Erbgut ab, fanden die Forscher. Sie spürten ein halbes Dutzend Gene auf, die mitbestimmen, ob man von Sportübungen profitiert. Eines der Gene bildet ein Eiweiß für Muskeln, berichtet Rankinen.
Einen genetischen Unterschied zwischen Marathonläufern und Sprintern fand der Herzforscher Hugh Montgomery von der Universität London. Die Sportler unterscheiden sich in einem Gen, das den Verbrauch von Sauerstoff mitregelt.
ddp/bdw – Marcel Falk





