Keine Geschäfte mit Nashorn
Aufatmen können die Nashörner in Südafrika und Swasiland. Denn das Königreich Swasiland ist mit seinem Antrag gescheitert, erstmals seit 1977 den Handel mit Nashorn-Horn wieder zu erlauben. Swasiland wollte das Handelsverbot für die lediglich 73 Nashörner des Landes aufgehoben haben, um Horn, das von Wilderen stammt oder lebenden Tieren entfernt wurde, verkaufen zu können.
Obwohl alle Nashörner weltweit unter dem strengsten Schutz des Washingtoner Artenschutzabkommens stehen, dezimiert die Wilderei die Zahl der Nashörner in Afrika weiterhin. Seit 2008 wurden in Afrika 6.000 Nashörner gewildert – meist Breitmaulnashörner, von denen es noch etwa 20.000 Exemplare gibt. Doch auch die vom Aussterben bedrohten Spitzmaulnashörner sind betroffen. 85 Prozent der Nashörner wurden in Swasilands Nachbarland Südafrika gewildert, insbesondere im Krüger-Nationalpark.
Illegal gehandeltes Rhino-Horn erzielt Höchstpreise in Fernost, wo es als Statussymbol gilt und in der Traditionellen Medizin als Wundermittel gegen Fieber und Leberprobleme eingesetzt wird. Mit Schwarzmarktpreisen von bis zu 60.000 US-Dollar pro Kilo ist das Horn von Nashörnern mehr wert als Gold. “Wir sind erleichtert, dass die Staatengemeinschaft das Handelsverbot für Nashorn aufrecht erhalten hat”, sagt Daniela Freyer von Pro Wildlife. “Die Wilderei für den Handel als Statussymbole und Wunderheilmittel bedroht die letzten Nashörner. Nur mit einem dauerhaften Handelsverbot haben sie eine Chance, zu überleben”.
Handelsverbot für Graupapageien
Einen Erfolg gab es auch für die Graupapageien: Die Delegierten der CITES-Artenschutzkonferenz in Johannesburg haben am Sonntag ein internationales Handelsverbot für wildgefangene Graupapageien beschlossen. Bisher werden Graupapageien für den Heimtiermarkt zu Tausenden aus der Wildnis gefangen und sowohl illegal als auch legal in die USA, nach Europa und in arabische Länder exportiert. Seit 1975 wurden offiziell über 1,3 Millionen Tiere gefangen und exportiert – die Dunkelziffer ist weit höher.
Auf der Artenschutzkonferenz hatten deshalb sieben afrikanische Länder, die USA und Europa den höchsten Schutz für den schlauen Papagei gefordert. Grund dafür sind kollabierende Bestände in den Herkunftsländern. In Ghana, wo diese Art einst häufig und weit verbreitet war, sind die Populationen um 90 bis 99 Prozent zurückgegangen. Die jetzige Hochstufung von Graupapagei-Wildfängen auf den Anhang 1 des CITES-Abkommen könnte diesen Schwund eindämmen. Bei der Abstimmung wurde das Handelsverbot in erster Instanz mit einer Zweidrittel-Mehrheit angenommen.





