Adenosin-Triphosphat (ATP), das universelle Energiemolekül des Körpers, scheint das Immunsystem zu alarmieren. Abwehrzellen reagieren normalerweise vor allem auf körperfremde Eindringlinge und auf Immunbotenstoffe. In vielen Fällen genügen diese Aktivatoren jedoch nicht, um eine Immunantwort auszulösen. Forscher der Universität Marburg sind jetzt auf das ATP als dritten Alarmgeber gestoßen. Das Molekül kommt normalerweise nur innerhalb von Zellen vor. Infizierte oder mechanisch geschädigte Zellen geben ATP jedoch nach außen ab. Wenn es dort auf Fresszellen (Makrophagen) trifft, schütten diese Abwehrexperten Interleukine aus, die weitere Immunzellen auf den Plan rufen.





