Mindestens eine Million Exemplare der bedrohten Olive Ridley Schildkröte sind seit Dezember an der indischen Ostküste gelandet, um dort wie jedes Jahr zu nisten. Das sind mehr Tiere, als jemals zuvor gezählt wurden.
Die kleinen Meeresschildkröten, die nur etwa 100 Pfund schwer werden, legen Tausende Kilometer zurück, um zu ihren Brutstätten zu gelangen. Erst am Ende ihrer jährlichen Reise lauern zahlreicher Gefahren auf die Tiere. Wie der amerikanische Discovery Channel berichtete, beobachten indische Umweltschützer zunehmend Vergehen gegen die Vorschriften, die dem Schutz dieser bedrohten Art dienen sollen.
Um den Schildkröten einen möglichst ungefährlichen Landgang zu ermöglichen, ist es Fischkuttern während der Brutzeit nicht gestattet, näher als 20km an die betreffenden Küstenabschnitte von Orissa heranzufahren. Trotzdem machen Fischer Jagd auf die Tiere und nähern sich der Küste bis auf 90m. Belinda Wright von der Wildlife Protection Society of India sagte, dass bereits mehr als 8.500 der Schildkröten den Schlächtern zum Opfer gefallen seien.
Neben der indischen Ostküste sind die Küsten Costa Ricas und Mexikos traditionelle Brutplätze der Olive Ridley Schildkröten. Experten glauben, dass diese Tiere zu der am meisten ausgebeuteten Schildkrötenart gehören.
Marion Herzog





