Einst Teil eines gigantischen Korallenriffs, ist es heute Wahrzeichen einer Stadt im Sauerland: das Felsenmeer in Hemer. Brücken und Wege schlängeln sich durch Unmengen an Felsen, Bäumen und Farnen. Darüber können Besucher sich das Felsenmeer erschließen – und dabei etwas über Zwergensagen, Höhlenwesen und uralten Bergbau lernen.
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Text: Wiebke Pfohl | Fotos: Torben Pfohl
Wolfgang Hänisch und drei seiner ehrenamtlichen Höhlenforscher-Kollegen haben sich gerade hingesetzt, um zu Mittag zu essen, als sie die Entdeckung ihres Lebens machen. Es ist Herbst 1982, zwei Jahre schon haben sie das Felsenmeer in Hemer erforscht.
Oberirdisch ist es voll von zerklüfteten Felsen und alten Buchen, unterirdisch reich an Schätzen für Höhlen- und Bergbauforscher. Höhlen, Schächte und Gruben ziehen sich durch die Landschaft. Vom 17. bis ins 19. Jahrhundert haben Bergleute hier Eisenerz abgebaut, so viel wissen die Forscher. Doch sie suchen Spuren von noch Älterem.
Heute ist das Felsenmeer in Hemer überall präsent. Die Stadt liegt im Sauerland, im Märkischen Kreis, das ist den Menschen in der Region wichtig. Am Ortseingang steht: Hemer – Die Stadt am Felsenmeer. Das Hallenbad heißt Felsenmeerbad und beim Bäcker gibt es ein Felsenmeer-Frühstück. Die Sportler eines lokalen Vereins trainieren im Felsenmeerstadion, die Football-Mannschaft der Stadt heißt Hemer Cave Bears, die Hemer Höhlenbären.
Es ist ein sonniger Freitagvormittag Anfang August. Um das Felsenmeer herum liegen Maisfelder, Wiesen, der Sauerlandpark und ein ehemaliger Militärübungsplatz, auf dem heute Heckrinder, Wildpferde, Ziegen und Schafe grasen. Am Tag zuvor hat es geschüttet, die Bäume, Gräser und Sträucher haben sich satt getrunken und leuchten um die Wette.
Wolfgang Hänisch, inzwischen 70 Jahre alt, silberne Haare und knallroter Overall, ehemaliger Mitarbeiter der Finanzverwaltung, Sammler von Sagen und Gründer der Speläo-Gruppe Sauerland, lüftet die Geheimnisse des Felsenmeers. Er und sein Team aus Höhlenkundlern erforschen regelmäßig die unterirdischen Gänge und Stollen.
Start am Felsenmeerstadion
Das Felsenmeer ist ein beliebtes Ausflugsziel, Touristen kommen sogar aus den Niederlanden hierher. Auch an diesem Wochentag sind Joggerinnen, Familien und Spaziergänger mit Hunden unterwegs. Die Wanderung startet am Felsenmeerstadion und geht zunächst zu einer Aussichtsplattform. Hier riecht es frisch, nach Waldboden und Bäumen. Efeu hängt über den Steinen wie ein Vorhang, Moos liegt wie ein Teppich. Vogelbeeren leuchten orange. Kleine Felsen, große Felsen – einer heißt Teufelsmauer, dahinter schlängelt sich ein längst nicht mehr begangener Weg um einen Brocken, der die Teufelskanzel genannt wird.
Das Felsenmeer steht als nationales Geotop unter besonderem Schutz. Es ist nicht nur Naturschutzgebiet, da es einige wertvolle Lebensräume beinhaltet, sondern aufgrund seiner Waldmeister-Buchenwälder und der nicht touristisch erschlossenen Höhlen auch Fauna-Flora-Habitat-Gebiet des europäischen Netzwerkes Natur 2000. Außerdem ist es als Bodendenkmal besonders vom Gesetz geschützt. Das Stakkato-Klopfen, das aus den Bäumen erklingt, könnte hier vom stark gefährdeten Grauspecht stammen, das Flattern in der Dunkelheit vom großen Mausohr, einer streng geschützten Fledermausart.
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Nicht nur um die Natur zu schützen, sondern auch weil es gefährlich ist, müssen im Felsenmeer alle auf den Wegen bleiben und dürfen auch die Höhlen nicht betreten. An den Wegen entlang verlaufen mit Draht verstärkte Zäune. Stadtförster Dirk Basse und seine Kollegen dürften im Felsenmeer theoretisch Bäume fällen und verkaufen, in der Praxis machen die unterirdischen Gänge normale Forstwirtschaft aber unmöglich. „Man weiß nie, ob da drunter nicht eine riesige Höhle liegt oder man da einsinkt“, sagt Basse, der seine beiden Hundedamen mitgebracht hat. Wie gefährlich die Arbeiten sein können, zeigt eine Gedenktafel, die zwischen Buchen am Wegesrand steht. Hier ist im Winter 1982 ein Forstwirt-Auszubildender von einem Baum erschlagen worden. Basse und seine Kollegen erledigen im Felsenmeer deswegen nur das, was nötig ist, damit Spaziergängern kein Ast oder Baum auf den Kopf fällt.
Wald oder Felsen
Viele der Bewohner Hemers sind mit einem Felsenmeer aufgewachsen, durch das man ungehindert spazieren konnte. Auch dadurch waren die Felsen früher frei von Efeu und Moos, während sie heute an manchen Stellen kaum zu sehen sind. An einigen Ecken durfte Hänischs Team inzwischen Sichtschneisen in den Wald schneiden, die den Blick auf die Felsen freilegen. Darüber, ob Wald oder Fels wichtiger ist, gibt es hier Diskussionen. „Auf der einen Seite sind die, die das Felsenmeer als Felsenmeer haben wollen. Die andere Seite betont, dass auch der Wald einen immensen Wert hat. So einen alten Buchenwald, wie wir den hier sehen, gibt es nur noch selten in Deutschland. Wir versuchen da einen Kompromiss zu finden“, sagt Förster Basse.
Im Süden des Felsenmeers endet der Wald abrupt. Es fehlt die normale Abfolge aus kleineren Bäumen, Sträuchern und krautiger Vegetation. Die Birken stehen direkt am Wegrand, darunter rot giftiger Aronstab, auf der anderen Seite beginnt ein Maisfeld. Der Schotter knirscht unter den Sohlen, ein Vogel singt und die Grillen zirpen. „Hier steht die Sonne am Mittag. Die Buchen kriegen zu viel Wärme ab, die Rinde platzt und sie sterben ab“, sagt Sylvia Steiger, Fachdienstleiterin des Bereichs Klima und Umwelt der Stadt Hemer. Das Problem: Fallen die Buchen in der ersten Reihe, sind die in der nächsten dran.
Zwischen Fußweg und Maisfeld quetscht sich ein Streifen Wiese, auf der schmale, weiße Rohre stehen. Sie schützen die jungen Pflanzen, die darin wachsen. Eichen, Kirschen, Weiden, alles schnell wachsende Bäume, außerdem Pappeln, die sich dort selbst ausgesät haben. So versuchen Basse und Steiger, die Buchen vor dem Sonnenbrand zu schützen. „Wir versuchen das jetzt mit dieser Beschattungspflanzung in den Griff zu kriegen. Damit die, die nach uns kommen noch Buchen im Felsenmeer vorfinden“, sagt Steiger. Förster Basse schätzt, dass die Pflanzen so in zehn bis 15 Jahren ihre Schutzwirkung entfalten. „Das wirkt hilflos, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass es klappen wird“, sagt er. Dann geht es wieder zurück in den Wald.
Aus Korallen und Muscheln
Wer wissen will, wie das Felsenmeer entstanden ist, besucht am besten den Figurenfelsen. Er steht in einer Gruppe von Steinen an einer Weggabelung. Tritt man näher an den Felsen heran, kann man mit der Hand über den Stein fahren. Er ist kühl und glatt und riecht wie altes Kirchengemäuer. Schaut man ganz genau hin, kann man Abdrücke von Schwämmen, Muscheln und Korallen erkennen. Sie sind Zeugen davon, dass die Landschaft hier einst ganz anders aussah. Vor 380 Millionen Jahren, noch vor den ersten Dinosauriern, war das Felsenmeer Teil eines Korallenriffs.
Korallen haben sich hier gebildet, sind gewachsen und gestorben, darauf haben sich neue Korallen gebildet. Im Felsenmeer steht man auf einer 1.000 Meter dicken Kalkschicht, den Überresten der Korallen. Durch die Kollision von Kontinenten bildeten sich später Risse im Kalk. Im Tertiär, also vor 65 bis zwei Millionen Jahren, drang Wasser in die Klüfte ein und erweiterte sie. So entstanden die ersten Höhlen. Mineralhaltige Flüssigkeiten stiegen aus dem Erdmantel auf und bildeten die ersten Erzlagerstätten. Höhlenflüsse rauschten durch die Klüfte. Kohlenstoffdioxid im Wasser reagierte mit dem Kalk und formte riesige Aushöhlungen. Knollen aus Erz lagerten sich ab, von handtellergroß bis zu einem Durchmesser von 1,50 Metern. Diese Knollen haben einen Eisengehalt von bis zu 80 Prozent, was sie wertvoll für den Bergbau machte.
Figuren aus Stein
Die Schicht, in denen die Erze eingelagert wurden, ist heute verschwunden. Alles andere ist noch da. Der Beleg dafür, dass es Bergbau im Felsenmeer gab. Ganz nah kommt man dem, wenn man am Figurenfelsen links abbiegt. Dort liegt die sogenannte große Helle. Hier hat man einen guten Ausblick auf die Felsen. In manchen möchte man Figuren erkennen, eine versteinerte Rieseneule vielleicht, eine andere, weiter hinten im Wald, erinnert an einen Springer ohne Schachbrett. Tatsächlich tragen einige der Steine im Felsenmeer Namen: das Kamel, die sieben Zwerge, der Grabstein des Riesen.
An der großen Helle kleben Nacktschnecken am Mülleimer und an einem Baum. Feuchtigkeit hängt in der Luft. Auch hier haben Bergleute von circa 1630 bis 1871 Erze abgebaut. Danach wurde die Verhüttung, also die Weiterverarbeitung der Erze, zu teuer. 15 Schächte befinden sich in diesem Gebiet, ungefähr drei Kilometer Gänge, die bis zu 50 Meter in die Tiefe gehen. Erforschen können das die Höhlenkundler allerdings nicht mehr. Die Kammern wurden zugesprengt oder verfüllt, sagt Hänisch. „Hier geht ein Gang rein, aber da hat auch unsere wildeste Höhlenforscherin gesagt: ‚Was nützt es mir, wenn ich drin bin und nicht wieder rauskomme?‘ Seitdem lassen wir das in Frieden.“
Biegt man am Figurenfelsen stattdessen rechts ab, kommt man zu zwei übereinander gebauten Holzbrücken. Die obere schlängelt sich an den Schultern der Bäume entlang, auf der unteren ist man beinah auf Höhe des Waldbodens. Auch hier kann man die Felsen vom Weg aus berühren, einer hat eine schmale Kante wie einen Berggrat, den man mit den Fingern entlanglaufen kann. Das Sonnenlicht leuchtet durch die Buchenblätter, fällt auf den Efeu, das Moos und den Farn, der hier überall wächst. Einige Steine laufen nach oben hin spitz zu, sogenannte Zuckerhüte. Im Tertiär standen darauf riesige Urwaldbäume, die den Kalk weggeätzt haben, bis nur die spitzen Felsen stehen blieben.
Gefahren abseits der Wege
Eine Höhle, ein paar Meter entfernt, atmet kühle Luft aus. Hinter dem Höhleneingang verbirgt sich das Balthasar-Bergwerk. 18 Meter geht es direkt runter. Die SEG Höhlenrettung NRW, eine Kooperation aus der Feuerwehr Hemer und den Höhlenrettern der Speläo-Gruppe Sauerland, macht dort gelegentlich Abseilübungen. Hänisch sorgt sich, dass Besucherinnen und Besucher über den Zaun klettern und dann in einen der Eingänge zum Bergwerk fallen könnten. An einer Stelle hat er hinter dem Zaun Spuren eines Pilzsammlers gefunden. Basse und Steiger haben Mountainbike-Fahrer erlebt, die einfach durch die Landschaft gebrettert sind. Manche Besucherinnen und Besucher lassen ihre Hunde frei laufen, obwohl die Tiere immer wieder in Schächte und Höhlen fallen.
Dazu kommt: Nicht überall im Felsenmeer ist die Gefahr leicht zu erkennen. Das gefährlichste Gebiet im Felsenmeer sieht tatsächlich harmlos aus. Der Boden ist sanft gewellt und mit Laub bedeckt. Auch wenn man hier keine Grubeneingänge sieht, verbirgt jeder Hügel ein Bergwerk. Dort, wo man morgens noch langläuft, kann sich mittags schon ein acht Meter tiefes Loch befinden, berichtet Hänisch.
Das wurde wohl auch Anfang der 60er Jahre zwei englischen Offizieren zum Verhängnis, die in Hemer stationiert waren. Nach einer Feier in einem Hotel am Rande des Felsenmeers wollen sie auf dem Heimweg eine Abkürzung nehmen, direkt durch das Felsenmeer. Sie wurden nie wieder gesehen. Jahrzehnte später finden die Höhlenforscher um Hänisch im Herbst ein Reh, das in einer Felsspalte eingeklemmt gestorben war. Als sie es im Frühling untersuchen wollen, ist es verschwunden. Das Felsenmeer verdaut schnell. Seine Komplizen: die Höhlenbewohner – nicht nur Füchse und Dachse, sondern auch Schleim- und Schimmelpilze.
Leben in der Dunkelheit
Unter Tage leben etwa Flohkrebse und Schleimwürmer, die ihr ganzes Leben dort verbringen – echte Höhlentiere. Andere sind bloß Zufallsgäste, wie etwa ein Frosch, der in die Gruben fällt und dort weiterlebt. „Und es gibt die höhlenliebenden Tiere, die nicht ihr ganzes Leben in der Höhle verbringen, das sind die Fledermäuse und die Höhlenforscher“, sagt Hänisch. Er und einige Kollegen haben sogar schon unter Tage übernachtet. „Im Weltraum ist es nicht dunkel, in der Tiefsee ist es nicht dunkel. Absolute Dunkelheit gibt es nirgendwo, außer in den Höhlen“, sagt er.
Machen die Forscher das Helmlicht an, finden sie Bakterienstämme, die golden und silbern leuchten. Fledermäuse, die sich an ihnen festklammern. Spuren, dass Jahrhunderte zuvor schon Menschen durch die gleichen Gänge gelaufen und gekrochen sind. „In den Höhlen ist man in einer vollkommen anderen Welt. Mit anderen Lebensbedingungen, daran muss man sich anpassen. Es gilt: Nimm nichts mit, lass nichts zurück und schlag nichts tot“, sagt Hänisch. Die Höhlenkundler versuchen, möglichst keine Spuren zu hinterlassen. Sie schieben Schutt, wenn überhaupt, nur mit den Armen und Händen beiseite und töten auch keine der vielen Spinnen, die in den Eingängen sitzen. „Den erfahrenen Höhlenforscher erkennt man daran, dass er dann einfach einen Kollegen vorkriechen lässt“, kichert Hänisch.
Uralte Schätze
Eine alte Sage aus dem Felsenmeer erzählt von weiterem Wertvollen, das sich neben Bakterien und Fledermäusen unter Tage finden lässt: Einst hätten hier Zwerge nach Schätzen und Edelsteinen gegraben. Doch Riesen wollten die Schätze für sich und griffen die Zwerge an. Die zogen sich in die unteren Ebenen der Höhlen zurück und als die Riesen in die oberen Ebenen eindrangen, sprach der Zwergenkönig einen Zauberspruch, der die obere Etage zusammenbrechen ließ und die Riesen unter sich begrub.
Diese Geschichte erzählte auch Hänischs Lehrerin, als er als Kind mit seiner Schulklasse einen Ausflug ins Felsenmeer unternahm. „Ich hatte damals eine fürchterliche Angst vor den Riesen und Zwergen“, sagt der Höhlenforscher.
Tatsächlich ist die Realität von der Sage gar nicht so weit entfernt. Dass vom 17. bis zum 19. Jahrhundert Bergbau im Felsenmeer betrieben wurde, zweifelt keiner an. Doch einige Dinge ließen sich allein damit nicht erklären. Etwa, warum das Felsenmeer freigelegt war. Was war hier vor dem neuzeitlichen Bergbau? Dazu stellten nach Ende des Bergbaus führende Wissenschaftler unterschiedliche Theorien auf. Das Geheimnis aber lüfteten Hänisch und seine Kollegen an jenem Tag im Herbst 1982 – und legten damit auch den wahren Kern der Zwergensage frei. Beim Verspeisen ihrer Stullen bemerkten sie plötzlich einen Luftzug aus einer Felsspalte. Hänisch erzählt heute noch mit leuchtenden Augen davon. „Es zog wie Hechtsuppe, dahinter musste was Großes sein.“
Sie krochen und krabbelten – die Strecke zurückzulegen ist auch heute noch mühsam, 90 Minuten braucht man für den drei Meter langen Eingangsbereich – bis sie eine Höhle fanden, einen Hallenkomplex, der heute Zwergenhallen genannt wird.
Mitten auf dem Weg liegen zwei Bergbauwerkzeuge, eine Keilhaue und ein Hammer. Die Wände sind voll mit altem Tropfstein, der Boden aber nur noch leicht damit überzogen. Drei Tierschädel, aufgereiht auf dem Boden. Und an den Wänden Tausende von Hackspuren.
Da wissen sie, dass sie Spuren eines weitaus älteren Bergbaus entdeckt haben. Sie lassen Holzkohle aus der Höhle prüfen. „Nach einem Jahr kam die Bestätigung: Wir hatten den ältesten Bergbau Nordwestdeutschlands entdeckt“, sagt Hänisch. Er und seine Kollegen können außerdem nachweisen, dass das Felsenmeer nicht natürlich freigelegt, sondern ausgegraben wurde.
Frühster Bergbau
Schon um das Jahr 1000 herum haben Bergleute wohl im Felsenmeer Erze abgebaut. „Seit 1000 Jahren war die Höhle nicht betreten worden. Die Leute, die zum letzten Mal da rausgegangen sind, haben die Kreuzfahrer gekannt, haben Heinrich den Löwen gekannt“, schwärmt Hänisch. Die Sage transportiert noch Wissen über diese Zeit, wenn auch in abgewandelter Form, so der Forscher.
Nach der Entdeckung der Höhle haben die Forschenden ein Problem: Sie sind nicht die Einzigen, die nach diesen Spuren suchen. Heimlich bauen sie vier Tore ein, um ihren Fund zu schützen. Tagsüber arbeitet Hänisch in der Finanzverwaltung. Nachts schleicht er sich mit seinen Forscher-Kollegen zu der Höhle. „Wir haben das Ding ein bisschen auch als Geschenk gesehen“, sagt Hänisch. Auch heute ist die Höhle noch geheim. Nur wenige Menschen wissen, wo sie sich befindet.
Gut möglich, dass im Felsenmeer noch viele Schätze versteckt sind. „Vielleicht zehn Prozent der Höhlen und Stollen sind bekannt“, sagt Hänisch. Der Höhlenexperte träumt davon, noch mal etwas ganz Großes zu entdecken. „Wir haben gerade mal an der Spitze des Eisbergs gekratzt. Hier ist Potenzial, das ist unerschöpflich. Es können noch Generationen von Höhlenforschern richtige Funde machen.“ Was kam vor dem alten Bergbau? Gibt es Wildkatzen im Felsenmeer? Und was ist in der Höhle, in die niemand ein zweites Mal gehen möchte? //
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