Ihren Gipfel erreichte die altägyptische Gartenkunst während des Neuen Reiches zwischen 1550 und 1080 v. Chr. Aus der Zeit von Ramses III. der als letzter großer Herrscher des Neuen Reiches gilt, sind allein 513 solcher Tempelgärten überliefert, die streng symmetrisch angelegt waren und zu denen immer auch künstlich angelegte Teiche gehörten.
Unter der sogenannten Ptolemäer-Dynastie, deren Wende durch den dramatischen Tod Kleopatras VII. (69-30 v. Chr) besiegelt wurde, waren die königlichen Gartenanlagen von Alexandria ein unverzichtbarer Bestandteil des prachtvollen Palastkomplexes.
Der Garten auf dem Dach der Bundeskunsthalle greift die wesentlichen Elemente der Gartenkultur am Nil auf. Der Gartenkomplex, dessen Verbindungsachsen von großzügigen Palmenalleen gesäumt werden, besteht aus mehreren thematisch gestalteten, an historische Vorlagen angelehnten Gartenräumen mit ägyptischen Kulturpflanzen und den Themenschwerpunkten Farbe, Wasser, Duft und Tribut an Kleopatra. Pyramidenzelte dienen als Informationsorte für die verwendeten Pflanzen sowie als „Schnupperräume“ für Düfte, Essenzen und Gewürze.
Die Ausstellung läuft vom 17. Mai bis 6. Oktober 2013.
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