Chemikern der Universität Würzburg um Holger Braunschweig ist es erstmals gelungen, eine stabile Dreifachbindung zwischen den Elementen Bor (B) und Sauerstoff (O) herzustellen. Das Besondere: Bei fast allen chemischen Elementen, bei denen eine solche Verknüpfung theoretisch möglich ist, wurde diese auch realisiert – nur nicht bei Bor und Sauerstoff. Zwar war es im Labor schon zuvor gelungen, B und O zu einer Dreifachbindung zu veranlassen, allerdings nur unter extremen Bedingungen: Die Temperatur musste weit unter dem Gefrierpunkt liegen, und beide Stoffe mussten gasförmig sein. Außerdem war die Bindung nicht stabil. Das von Braunschweig und seinem Team geschaffene Produkt – eine Komplexverbindung – ist ein farbloses Pulver, das Temperaturen von 100 Grad Celsius übersteht und resistent gegen UV- und Tageslicht ist.





