Heiratswillige können ihrem Partner jetzt einen ganz besonderen Liebesbeweis erbringen: einen Ehering aus dem eigenen Knochenmaterial. Das ungewöhnliche Bioschmuck-Projekt ist eine Idee von Forschern des King’s College in London. Für die Herstellung der Knochenringe entnehmen die Wissenschaftler um Ian Thompson zunächst einen Weisheitszahn, um an das darunter liegende Knochenbildnergewebe, die so genannten Osteoblasten, zu gelangen. Damit und mit einer speziellen bioaktiven Keramik, die die Struktur von Knochenmaterial imitiert, werden in einem zehnwöchigen Wachstumsprozess die Ringe herangezüchtet.
Was wie ein Spleen britischer Exzentriker klingt, hat einen ernsten Hintergrund. Die Forscher wollen die Effektivität eines neuen Verfahrens zur Züchtung von Knochengewebe zeigen. Sie hoffen, dass es dazu verwendet werden kann, Knochenstücke oder sogar ganze Knochentransplantate herzustellen.





