Vor der Küste Niedersachsens liegt die wandernde Düneninsel Scharhörn. Sturmflut und Tide ändern stetig ihre Form. Wer von Cuxhaven über Neuwerk durchs Watt nach Scharhörn wandert, lernt loszulassen – und die Gezeiten stets im Blick zu behalten.
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Text: Oliver Abraham
Die Nacht kommt mit nordischer Gelassenheit. An der Wattenmeerküste bei Cuxhaven in Niedersachsen, zwischen den Mündungen von Weser und Elbe, ist ablaufendes Wasser. Vögel folgen der Ebbe, fressen vom frischen, freigefallenen Meeresboden. Draußen, schaut man nur genau hin, graut die Silhouette einer Insel immer deutlicher vor dem Abendrot: Neuwerk. Sie ist das Zwischenziel auf dem Weg zu einer der am weitesten vor der deutschen Küste gelegenen Insel und ein Ökosystem besonderer Bedeutung: zur Insel Scharhörn. In der Ferne flimmern die Lichter der Schiffe, es ist still geworden. Nur ein Knistern ist zu hören, ganz leise und fein. Eines der vielen Phänomene und Geheimnisse da draußen. Morgen wird eine Gruppe nach Neuwerk wandern und versuchen, manche davon zu ergründen.
Um 8:00 Uhr trifft Wattführer Matthias Magiera seine Gruppe an der Strandpromenade von Sahlenburg, einem Ortsteil von Cuxhaven. Gemeinsam wollen sie zur Insel Neuwerk wandern. „Unser Weg ist rund zehn Kilometer lang, wir sind circa dreieinhalb Stunden unterwegs“, sagt Matthias und schultert seinen Rucksack. Er hat allerlei Ausrüstungsgegenstände bei sich: ein Notsignalmittel, einen Marschkompass, ein Fernglas, eine Trillerpfeife, Verbandsmaterial, eine 30 Meter lange Rettungsleine, eine Karte und eine Rettungsdecke. Hand-Funksprechgerät oder Mobiltelefon (falls es auf der Strecke Empfang gibt) müssen Wattführer auch dabeihaben. Die Vorhersagen von Wetter und Wasserstand sind natürlich geprüft, es kann also losgehen.
„Auf unserem Weg nach Neuwerk liegen mehrere Priele“, erklärt der Geograf, „Das sind Gezeitenrinnen, durch die Ebbe und Flut ein- und ausströmen.“ Während die weiten Wattflächen als Erstes trockenfallen und als Letztes wieder überflutet werden, sind diese Wasserläufe in der Regel das Limit. Sie fließen als Letztes ab und als Erstes wieder voll. Auch bei Niedrigwasser fallen sie nicht überall vollständig trocken. Ab einem bestimmten Wasserstand, und das passiert schnell, sind sie nicht mehr zu überqueren.
„Neuwerk wird von zwei dicken Prielen umschlossen“, erklärt Matthias. Man muss also die Zeit im Auge haben und die Gezeiten genau abpassen. Niedrigwasser ist heute am späten Vormittag – spätestens dann sollte der letzte Priel überquert sein. „Dass die Flut auf die Minute genau kommen wird, ist sicherer als das Amen in der Kirche!“, betont Matthias.
Egal, wie schön eine Stelle im Watt auch zum Verweilen ist, egal, wie interessant eine sonderbare Pflanze, ein seltsames Tier auf dem Meeresboden – es gibt nur dieses eine Zeitfenster. Um 11:20 Uhr müssen alle sicher auf der anderen Seite sein. „Wir laufen jetzt der Ebbe hinterher. Wir gehen alle gemeinsam und bleiben immer zusammen“, weist der Wattführer mit freundlichen, aber klaren Worte an.
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Der Morgen ist kühl, bald erreicht die Gruppe den ersten großen Priel – und den, der am schwierigsten zu überqueren ist. Das Sahlenburger Loch ist gut 70 Meter breit, mit Steinen wurde eine künstliche Übergangsstelle angelegt, damit das Wasser die Furt nicht zu tief ausspült und Neuwerk immer mit der Kutsche oder dem Trecker erreicht werden kann. „Ihr geht jetzt immer zu zweit nebeneinander langsam da durch. Und schaut nicht auf das strömende Wasser am Rand – das macht tüdelig, dann kann man hinfallen. Wer Bedenken hat, wartet hier, ich begleite euch dann“, dirigiert Matthias. Das Wasser steht an der Übergangsstelle 30 Zentimeter hoch. Das ist nicht tief, doch die Strömung ist stark. Das Wasser rauscht laut an den Steinen vorbei, trotzdem schaffen es alle ohne Probleme auf die andere Seite.
Sobald der erste Priel sicher überstanden ist, bringt Matthias der Wandergruppe die einzigartige Natur auf dem Weg nach Neuwerk näher. Er hebt eine Muschel auf, zeigt sie herum. „Das hier ist eine Pazifische Auster, sie wurde vor einigen Jahrzehnten in die Nordsee eingeschleppt“, sagt Matthias, „Sie bildet Riffe, ist also Grundlage für vielfältige Lebensgemeinschaften und kann damit auch zum Küstenschutz beitragen. Dafür ist die Europäische Auster so gut wie ausgestorben.“ Welche Auswirkungen der Verlust auf das Wattenmeer hat, kann man noch nicht sagen. Das Watt war immerhin in den rund 7.000 bis 8.000 Jahren seines Bestehens in der heutigen Form schon immer ein dynamisches Ökosystem; Arten kamen, Arten gingen. „Das Watt“, sagt Matthias, „ist ein einzigartiger, ein sehr reicher, sehr vielfältiger Lebensraum – nur sieht man‘s meist nicht, weil viele Arten im Meeresboden leben.“
Vielfältiges Leben im Watt
So zum Beispiel die Pfeffermuschel, die Matthias ein Stück später ausgräbt. Entdeckt hat er sie durch eine sternenförmige Spur im Watt. Die entsteht durch den Sipho der Muschel – ein Organ, das außen aktiv nach Nährstoffen sucht und ein bisschen wie der Fußabdruck eines Vogels aussieht. „Muscheln, überhaupt die Lebewesen im Watt, heißen oft so, wie sie aussehen oder schmecken.“ So hat die Pfeffermuschel den Namen von ihrem scharfen Geschmack.
Ein Stück weiter schießt plötzlich eine Flüssigkeit senkrecht aus dem Boden nach oben. „Das war eine Sandklaffmuschel“, erklärt Matthias. Sie kann einen 10 bis 15 Zentimeter langen Wasserstrahl spritzen und hat darum umgangssprachlich auch den kreativen Namen Pissmuschel bekommen. „Sie lebt sehr tief im Watt, teilweise mehr als 30 Zentimeter unter der Oberfläche. Dort ist sie vor Fressfeinden geschützt und benötigt keine komplett geschlossene Schale. Ihre beiden Siphonen sind zu einem dicken Hals zusammengefasst, dadurch klafft ein Teil der Schale auseinander.“ Dieser Hals reicht bis an die Oberfläche und ist wegen seiner Löcher zu sehen. „Der Hals ist ständig mit Wasser gefüllt. Wenn Gefahr droht, zum Beispiel durch Erschütterung im Boden, weil wir uns nähern, zieht sie den Hals ein. Dabei spritzt sie das darin enthaltene Wasser zur Abwehr hinaus“, lautet Matthias‘ Erklärung für dieses sonderbare Phänomen, das die Gruppe noch häufiger sieht.
Die Herzmuschel ist herzförmig – und die Miesmuscheln sind schlecht drauf? „Schaut sie euch mal genau an“, fordert Matthias auf, „sie halten sich gemeinsam mit dünnen Fädchen zusammen.“ Diese bräunlichen und grünlichen Byssusfäden sind extrem fest und sehen aus wie Moos. „Mies ist das niederdeutsche Wort dafür.“ Die Strandkrabbe, nächster Kandidat, kann nicht nur ordentlich zwicken, sondern läuft seitlich – der Dwarslöpper auf Niederdeutsch.
Sichere Stellen im Watt
In geschwungener Streckenführung geht es gen Nordwest. Mal liegt Neuwerk links, mal rechts voraus. Wenig später erreicht die Wandertruppe eine hohe Sandbank, auf der ein Metallmast samt -korb steht. Der geschlossene Stahlgitterkorb ist über eine Leiter an der Außenseite des Masts erreichbar und so groß, dass bis zu sechs Personen darin Platz haben. „Eine Rettungsbake“, erklärt Matthias, „ein sicherer Ort für den Notfall – wenn man sich mit den Gezeiten vertan hat. Oben sind eine Signalrakete und wärmende Decken.“ Insgesamt gibt es im Wattenmeer vor Cuxhaven acht Rettungsbaken und zwei Wegweiser. Sie haben schon vielen Touristen und Wattwanderern das Leben gerettet, die sonst bis zum Eintreffen der Rettungskräfte vielleicht ertrunken wären. Trotz der faszinierenden Natur: Für Ortsfremde kann das Wattenmeer ohne Führung schnell zu einem gefährlichen Ort werden.
Es geht weiter über Sandbänke und um Muschelbänke herum. Am Ende geht es ganz schnell: Immer mehr Alpenstrandläufer, Enten und Gänse tauchen auf, dann ist Neuwerk plötzlich da. Die erste Etappe der Reise ist geschafft.
Aufbruch nach Scharhörn
Am kommenden Morgen, wieder um 8:00 Uhr: Anna-Lena Jumel steht auf dem Deich und blickt übers Watt. Dort steht noch viel Wasser, trotzdem muss die Reise zum eigentlichen Ziel nun starten. „Die Nordsee wartet nicht“, kommentiert sie. Die junge Frau absolvierte nach ihrem Abitur den Bundesfreiwilligendienst beim Verein Jordsand auf der Insel Neuwerk und wird den heutigen Weg nach Scharhörn führen. Die Vogelinsel ist zwar in Sichtweite, liegt aber ganze sieben Kilometer entfernt.
Auch dieser Weg ist geprägt von der einzigartigen Natur des Wattenmeers. Lachmöwen, Silbermöwen, Austernfischer und Rotschenkel machen sich lautstark bemerkbar. Das Wattenmeer ist ein wahres Vogelparadies für viele Arten. Manche machen nur einen Zwischenstopp auf der Durchreise ihres ostatlantischen Zugwegs. Andere, vor allem Watvögel wie der Austernfischer, haben sich an das hiesige Ökosystem angepasst: Beine und Schnäbel sind im Verhältnis zu ihrer Körpergröße länger, um ihnen die Nahrungssuche im Watt zu erleichtern. In der Ferne suchen Steinwälzer auf den trockengefallenen Wattflächen nach Nahrung. Der Name deutet auf seine spezielle Art der Nahrungssuche hin: Mit seinem kurzen Schnabel dreht er Steine, Muscheln und Algen um.
Anna-Lena macht auf eine Reihe Pricken aufmerksam – das sind jedes Jahr aufs Neue in den Meeresboden gerammte Baumstämmchen. In geschwungener Linie markieren sie den sicheren Weg nach Scharhörn. Nie ist es im Watt der direkte Weg und immer ist er anders. Die einzige Konstante ist hier die Veränderung. Jeder schwere Sturm, Ebbe und Flut können Sandbänke umlagern, Priele ausfräsen oder Muschelbänke freilegen. Darum hält sich Anna-Lena eng an den Weg, den die Pricken vorgeben. Direkt geht es durch knöcheltiefes Wasser zu einem Priel. Wie mächtig sie sind, welche Kraft sie haben und wie gefährlich sie gegebenenfalls werden können, wird jetzt klar. Bald stehen Wasser und Strömung bis über den Hüften. Zwar kann man sich auch allein von Pricke zu Pricke „hangeln“, in der Obhut orts- und sachkundiger Führung geht es aber am besten. Sie erkennen Schlick, in dem es sich schwer geht, und sehen die guten Etappen auf festem Sand.
Anna-Lena weist auf Zypressenmoos hin. Anders als sein Name und Aussehen vermuten lassen, ist es keine Pflanze, sondern gehört zur Gruppe der Nesseltiere. Das buschige Wattenmeertier lebt in getrenntgeschlechtlichen Kolonien und bildet Polypenstöcke. Sie ernähren sich, so wie auch die Seepocken, die Anna-Lena ein Stück weiter benennt, von Plankton. Wie in jedem anderen Ökosystem hängt auch im Wattenmeer alles miteinander zusammen, ist Teil einer Nahrungskette. Allein etwa zwölf Millionen Zugvögel fressen sich im Nordseewatt satt und würden ohne dieses Angebot die Strecke ins Sommer- oder Winterquartier kaum schaffen.
Klimawandel im Wattenmeer
Auch die Folgen von extremen Wetterlagen zeigen sich hier im Watt: Anna-Lenas Schritte klirren und knirschen auf den Schalen toter Muscheln. Ein ganzes Feld von fahl-kalkigem Weiß, das sich auf trockengelegenem Boden erstreckt und unter dem Wasser schimmert. „Das sind Herzmuscheln, die eine Hitzeperiode im vergangenen Sommer nicht überlebt haben“, erklärt sie. „Sie können sich ein paar Zentimeter tief in kühleren Sand graben, um sich vor der Wärme zu schützen. Aber sie brauchen auch Sauerstoff und frisches Wasser, um zu überleben – dann müssen sie wieder hochkommen.“ Dauert eine Hitzewelle jedoch zu lang und läuft die kühlende Flut dann auch nicht hoch auf, zwei Faktoren, die bei Ostwind fatalerweise zusammenfallen, kann das die Muscheln großflächig umbringen. „Manchem Vogel, wie etwa Austernfischer oder Brandgans, fehlen diese Muscheln dann als Nahrung. Auch Schollen oder Flundern fressen sie“, erklärt Anna-Lena.
Rund zwei Stunden dauert der Weg bis nach Scharhörn. Dann entdeckt Anna-Lena durch ihr Fernglas den Vogelwart des Vereins Jordsand für die Saison 2024: Kilian Helmbrecht. Von Ostern bis Oktober jeden Jahres ist die rund 85 Hektar große Insel von einem Mitarbeitenden des Vereins bewohnt. Die jeweilige Person betreibt ökologisches Monitoring auf der Insel und im Umkreis, dokumentiert also unter anderem die Vögel dort. Kilian kommt Anna-Lena entgegen und trifft sie am letzten, großen Priel vor der Düneninsel. Die Rufe von Lachmöwen begleiten sie auf dem restlichen Weg durch das verzweigte Netz immer kleiner werdender Priele und über Sandbänke. Auf dem Boden sind Wagenspuren zu erkennen. Sie stammen von einem Traktor aus Neuwerk, der Kilian mit Trinkwasser und Nahrungsmitteln versorgt. Ohne einen schützenden Deich ist der Übergang von Meer zum Land hier in der Abgeschiedenheit kaum zu erkennen.
Bald wachsen fleischige Pflanzen aus dem Boden. Die kurzen, prallen, verzweigten Triebe der Pflanzen ragen nur wenige Zentimeter über den Boden: Queller. „Hier beginnt die Salzwiese“, erklärt Kilian, der hauptberuflich eigentlich Autor und Filmregisseur ist. Hier ist nicht mehr Meer, aber hier ist auch noch lange nicht Land. Die Salzwiese ist der Übergang – in beide Richtungen. „Salzwiesen werden je nach Lage unterschiedlich oft vom Meer überflutet. Die Pflanzen, die hier leben, haben verschiedene Strategien entwickelt, um trotz des Salzwassers zu überleben“, berichtet Kilian. „Hier – probier mal.“ Er pflückt und reicht einen der fleischigen Stängel. Queller schmeckt salzig – nach Meer, aber nicht fischig, und leicht pfeffrig. „Queller kann Salz eine gewisse Zeit speichern, um zu überleben. Im Herbst stirbt er aber dann doch.“ Andere Pflanzen, wie zum Beispiel Portulak-Keilmelde, scheiden es stattdessen über ihre Blätter aus – das Salz haftet daran wie weißes Puder. Solche Salzwiesen sind typisch für die Küste des Wattenmeeres und ein wertvoller, einzigartiger Lebensraum. Sie sind zum Beispiel Kinderstube vieler Fische, die sich in diesem Netz an stillem Wasser und kleinen Prielen verstecken können. Im nahrungsreichen Wasser können sie ihre Brut sicher großziehen.
Auf Sand gebaut
Hier, weit draußen vor der Festlandküste und zwischen den Mündungen der Flüsse Weser und Elbe gelegen, ist alles in Bewegung. Wind, Wellen, Strömung und die Gezeiten verlagern ständig gewaltige Sandmassen. Sandbänke tauchen aus der Nordsee auf und gehen wieder unter. Manchmal wandern sie sogar übers Watt oder bleiben dort eine Weile liegen. Sie werden dann größer und bilden Dünen – die Sandbank wird zur Insel. Manchmal wachsen Pflanzen darauf und Vögel siedeln sich an. „Solche Sandbänke sind aber ständig vom Untergang bedroht“, sagt Kilian auf dem Weg zu eben einer solchen Insel, die vor einigen Hundert Jahren entstand – und wegen ihrer steilen, elbseitig gelegenen Kante vor einigen Hundert Jahren von Seefahrern als Scharhörn benannt wurde.
Vor rund 100 Jahren wurde die Düneninsel durch Bepflanzung und die Anlage von Sandfangzäunen befestigt. „Das passierte aus Gründen des Vogelschutzes – ich habe während meines Aufenthaltes allein 180 Arten dokumentiert“, berichtet Kilian. Das ist eine Menge. Heutzutage hält nur noch die Vegetation die Insel fest. Die Sandfangzäune gibt es schon lange nicht mehr, die Insel wächst stattdessen durch Sedimentation. Scharhörn, das Watt und die Salzwiesen sind ein bedeutender Rast- und Brutplatz sowie Nahrungsgründe. Nicht nur für beispielsweise 5.000 Brachvögel, sondern auch für so bedrohte und extrem seltene Arten wie die Sumpfohreule.
Plötzlich knirschen die Schritte auf Muschelschalen. Federn und Röhrichtstücke liegen als Flutsaum auf dem Sand. „Voilá – willkommen auf Scharhörn!“, freut sich Kilian aufrichtig, Gäste begrüßen zu können. „Wer hierherkommt ist wirklich an der Natur interessiert. Das sind immer gute Gespräche, ein angenehmer Austausch, der da zustande kommt.“ Ein Weg aus tiefem Sand windet sich durch die Dünen und führt zu seinem Vogelwärterhäuschen – ein moderner Wohn- und Arbeitscontainer auf massiven Pfeilern in sturmflutsicherer Höhe, der an eine Raumstation erinnert. Dieser Standort wurde seit den 50er-Jahren fünfmal umgesetzt und neu gebaut. Kilian erzählt gerne von den Vögeln und der einzigartigen Natur auf Scharhörn. Wie es ist, so abgeschieden allein zu leben und zu arbeiten. Leider ist es nur ein kurzer Aufenthalt auf Scharhörn, bevor der Rückweg angetreten werden muss – sonst kommt man nicht mehr rechtzeitig bei Niedrigwasser zurück nach Neuwerk. Die Nordsee wartet eben auf niemanden.
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