Von Juliette Irmer
Rund 15 Jahre haben Wissenschaftler darüber debattiert, ob die Epoche, in der wir leben, neu benannt werden muss in Anthropozän, das Zeitalter des Menschen. Im Frühjahr fiel der offiziell eingereichte Vorschlag in der ersten von drei Abstimmungsrunden durch: Damit wird das Anthropozän nicht in die geologische Zeitrechnung der Erde aufgenommen. Die Entscheidung hat im Frühjahr 2024 weltweit für Schlagzeilen gesorgt. Auch, weil viele Menschen sie nicht nachvollziehen können: Wir zerstören Regenwälder und Korallenriffe, verseuchen die Natur mit Kunststoffen und Pestiziden und verändern das Klima. Die Folgen unseres Wirkens sind unübersehbar und so tiefgreifend, dass sie den Planeten und damit seine Geschichte verändern. Wie kann es sein, dass Geologen den Faktor Mensch trotzdem ignorieren?





