Mikrofeinstäube aus Dieselabgasen hemmen Kinderlungen am Wachstum. Zu diesem Ergebnis kamen österreichische Forscher, die im Rahmen einer Langzeitstudie die Lungenfunktionen von 1000 Kindern in Zusammenhang mit der Schadstoffbelastung der Luft untersuchten. Auf das Konto der Dieselabgase gehen allein in Österreich jedes Jahr 35.000 Asthma-Attacken, berichten sie im ?European Respiratory Journal”.
Besonders schädlich seien die festen Mikropartikel, die als Verbrennungsrückstand in die Luft gelangen. Schon Werte von zehn Mikrogramm pro Kubikmeter Luft führen zu einem deutlich verringerten Wachstum der Atemwege. Dadurch steige das Risiko, in späteren Lebensjahren chronische Lungenkrankheiten zu entwickeln, betont Dr. Thomas Fischer von der Kinderklinik der Universität in Wien. Er hält es für dringend erforderlich, per Gesetz speziell die Emission von festen Feinpartikeln zu reglementieren. Denn gegen die negativen Auswirkungen von Dieselabgasen auf Herz und Lunge sei letztlich keine Altersgruppe immun.
Birgit Fenzel





