Text: Oliver Abraham
Die See geht hoch und Schaum liegt auf den Wellen. In den stürmischen Böen fliegen die Vögel, die nicht längst Schutz gesucht haben, wie verwehtes Konfetti. Wo aber Schutz finden? Der Wind trifft ungebremst auf die Nordseeküste Nordfrieslands und jagt meist ebenso ungebremst darüber hinweg. Kaum ein Baum bietet Schutz – Wälder schon gar keine, denn die gibt es hier nicht. Jedenfalls nicht von Natur aus. Hier aber in der Vogelkoje – derer gibt es sechs auf der 8,5 auf 12,5 Kilometer messenden Insel Föhr – kehrt eine Ruhe ein in dieses herbeigezauberte Wäldchen. Der Sturm weht darüber hinweg und man spürt ihn doch. Dieses Refugium der Ruhe wurde einst vom Menschen angelegt.





