Stargroßes Fossil aus China gibt Auskunft
Vogelfedern sind vor weit mehr als 100 Millionen Jahren aus einer langen Saurierschuppe entstanden. Das verrät ein Fossil, das Forscher im Yixian-Gebirge von Nordchina fanden. Es gehört einem Vogel aus dem frühen Kreidezeitalter, der nicht größer war als ein Star. Protopteryx fengningensis war die primitivste Art in der Gruppe der so genannten Enantiornithinen, den zu jener Zeit am weitesten verbreiteten Vögeln.
Fucheng Zhang und Zhonghe Zou stießen bei Ausgrabungen in der Hebei-Provinz auf den kleinen Protopteryx. Seine Federn sind das Mittelstück zwischen Reptilienschuppen und richtigen Vogelfedern, berichten sie im US-Wissenschaftsmagazin “Science” (Bd. 290, S. 1955) vom Freitag. Die Enantiornithinen entwickelten sich parallel zu den modernen Vögeln, starben aber in der Zwischenzeit aus.
Die Federn des Protopteryx sind der Prototyp heutiger Vogelfedern, schreiben die beiden Forscher. Der kleine Vogel benutzte sie zur Isolierung der Körperwärme, aber auch zu zaghaften Flugversuchen. Vom Protopteryx leiten Fucheng und Zhonghe ab, dass die Evolution der Vogelfedern in vier Schritten geschah. Erst verlängerten sich die Schuppen, bildeten dann einen Schaft in der Mitte, entwickelten einzelne Triebe zu beiden Seiten und schließlich ein dichtes Netz vieler kleiner Triebe.
dpa





