Die Aktivität von Muskel- und Nervenzellen wird mit Hilfe von Ionen gesteuert, die durch Kanäle in der Zellmembran ins Zellinnere gelangen. Forscher von der Rockefeller-Universität in New York haben jetzt den Mechanismus erforscht, der diese Ionenkanäle verschließt. Sie stellen ihr Ergebnis im Fachmagazin Nature vor.
Roderick MacKinnon und seine Kollegen bestätigten ein aus den siebziger Jahren stammendes Erklärungsmodell und verfeinerten es weiter. Demnach wird die offene Pore in den Ionenkanälen bei Bedarf von einer Molekülkette, auf der sich eine Ausbeulung befindet, verstopft. Die Forscher konnten unter anderem die Bindungsstellen zwischen dem Inneren des Kanals und der Molekülkette ausfindig machen.
“Mit ihrer Arbeit haben MacKinnon und seine Kollegen alle Teilergebnisse der letzten Jahre unter einen Hut gebracht”, kommentiert Richard Aldrich von der Universität Stanford die Arbeit seiner Kollegen. Die Bedeutung dieser Kanalinaktivierung war erstmals vor rund fünfzig Jahren von den Nobelpreisträgern Alan Hodgkin und Andrew Huxley erkannt worden.
Axel Tillemans





