Das Ergebnis der Anstrengungen waren Deiche und dahinter neues Ackerland und Weiden. Überall in Deutschland versuchte man der Natur Grenzen zu setzen. Und das Ergebnis kann sich, von menschlicher Warte aus betrachtet, durchaus sehen lassen: Waren früher verheerende Hochwasser mit vielen Toten alltäglich, sind sie heute eher die Ausnahme. Mehr Menschen konnten ernährt werden, das Leben wurde sicherer. Unterm Strich.
Solche Jahrhundert- oder gar Jahrtausendfluten wie dieses Jahr nehmen uns dieses Gefühl der Sicherheit. Und das ist vielleicht – ohne die Schicksale der Geschädigten klein zu machen – ganz heilsam, zeigt es doch, dass der Mensch Teil der Natur bleibt. Trotz aller Technik. Und so sind auch scheinbar einfache Lösungen wie höhere Deiche oder Stauseen allenfalls kleine Scharmützel, die der Mensch für sich entscheidet.
Es geht eben nur mit der Natur und das heißt, ihrem Wasser Raum zu geben. Das heißt, dass die Menschen vorher sicherstellen müssen, dass selbst bei einer Flut keine Giftstoffe in die Umwelt gelangen. Und das kann auch heißen, angepasst zu bauen oder gefährdete Gebiete im Zweifel wieder zu verlassen und der Natur zurückzugeben.
Ihr Peter Laufmann
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Anmerkung
Den Kommentar hat Peter Laufmann für unseren wöchentlichen Newsletter geschrieben. Dort finden sich regelmäßig auch Links auf Veranstaltungen.





