Genau, dafür nehmen wir aber keine Provision, sondern wir bieten nur die Plattform für die Begegnung. Das machen wir übrigens auch außerhalb der Konferenz immer häufiger.
Es können aber auch Interessierte zur Konferenz kommen, die weder Unternehmer noch Investor sind, oder?
Natürlich. Jeder, der sich grundsätzlich für die Dynamik und den Fortschritt in diesem Bereich begeistert, ist willkommen, etwa Vertreter von größeren Firmen, die nicht unbedingt auf Investorensuche sind, sowie Politiker, Wissenschaftler, Unternehmensberater oder Dienstleister aus den Feldern Kommunikation und Recht. Wir rechnen mit insgesamt rund 400 Teilnehmern – sind aber wohlgemerkt keine Konsumenten-Konferenz und stellen auch keine Produkte oder Dienstleistungen aus.
Jetzt sagen einige nicht ganz zu Unrecht, dass man über diese Themen schon seit Jahrzehnten spricht, der Trend zu mehr Nachhaltigkeit aber eher schleppend in die Gänge kommt. Sehen Sie das auch so?
Wir denken, dass Deutschland auf einem ganz guten Weg ist, als eine der ersten eine intelligente grüne Ökonomie zu werden. Wir sind aber lange noch nicht am Ziel. Die Frage ist natürlich, wie man dieses definiert. 100 Prozent erneuerbare Energieversorgung etwa wäre so ein Ziel. In Deutschland sind wir auf dem Gebiet weltweit Vorreiter, kommen momentan aber nur auf rund 16 Prozent, da haben wir also nicht einmal ein Fünftel geschafft. Und die Zeiträume, die für das Erreichen des Ziels von Bundesregierung und auch auf internationaler Ebene so formuliert werden, sind in der Regel 2050 oder später. Wir vom Ecosummit sind ganz klar der Meinung, dass wir so viel Zeit nicht mehr haben. 2030 wäre nötig und machbar, wobei wir uns auf eine Studie der Stanford University beziehen (zu finden ist diese Studie hier , die bei unserer ersten Konferenz letztes Jahr, dem “Green Venture Summit”, Thema war. Zu einer intelligenten grünen Ökonomie würde außerdem gehören, dass alle Bürger online sind und dass der Verkehr nur noch mit Elektro- oder wenigstens Hybrid-Fahrzeugen stattfindet. Wenn die Bundesregierung jetzt formuliert, wir wollen bis 2020 eine Million Elektroautos auf den Straßen haben, ist das auch zu wenig. Wir haben in Deutschland 50 Millionen Autos, das wären also nur zwei Prozent! Konsumprodukte sind großteils auch noch alles andere als grün – außer vielleicht Lebensmittel, wo sich die Produktion verhältnismäßig einfach umstellen lässt und die Nachfrage immer mehr steigt. Bei den anderen Produkten würden wir uns wünschen, dass das Cradle to Cradle-Prinzip von Michael Braungart mehr Verbreitung findet. Dieses Prinzip – Produkte von vornherein so zu designen, dass sie optimal wiederzuverwerten sind, so dass es keinerlei Abfall mehr gibt, der weggekippt werden muss – wollen wir auch auf unserer Konferenz pushen.





