Text: Katja Maria Engel
Mit langen Metallstangen drücken Forschende Löcher in einen Weizenacker in der Nähe von Hildesheim. Damit die Bohrungen gleichmäßig verteilt sind, haben sie eine schwarze dicke Matrize mit bis zu 200 vorgestanzten Löchern je Quadratmeter auf den Boden gelegt. Das Bohren ist anstrengend, denn der Boden ist knüppelhart. Oft stemmen sie sich mit dem ganzen Oberkörper auf die bis zu einen Meter lange Bohrstange, um sie 80 Zentimeter tief in die Erde hineinzubekommen. Es ist Anfang des Jahres und die ersten kleinen Weizenhalme sind schon zu sehen. Die Forschenden wollen herausfinden, ob die Bohrlöcher den Pflanzen eine tiefere Durchwurzelung des dichten Bodens ermöglichen. Wie auf „Autobahnen“ sollen sich Pflanzenwurzeln so einen einfachen Weg in den Untergrund bahnen können, um an Wasser und Nährstoffe in den tieferen Bodenbereichen zu gelangen, so Axel Don, Professor am Thünen-Institut für Agrarklimaschutz in Braunschweig. Der Geo-Ökologe leitet die Arbeitsgruppe zu Humus und organischer Bodensubstanz.





