Eine Schildkrötenart, die es nur auf den Seychellen gegeben haben soll und die als ausgerottet gilt, existierte in Wirklichkeit gar nicht. Die Rede ist von der Klappbrustschildkröte Pelusios seychellensis: Ende des 19. Jahrhunderts war sie entdeckt und 1906 als neue Art beschrieben worden, obwohl die Tiere der westafrikanischen Schildkröte Pelusios castaneus täuschend ähnlich sahen. Forscher um Uwe Fritz von den Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen Dresden haben jetzt die DNA eines der drei einzigen bekannten auf den Seychellen gefundenen Exemplare analysiert. Ergebnis: Bei der vermeintlich auf den Inseln endemischen Schildkrötenart handelte es sich sehr wohl um Pelusios castaneus. Vermutlich wurde sie dort von Menschen eingeschleppt.





