Der russische Milliardär Dmitry Itskov muss gewaltige Angst vor dem Tod haben. Denn obwohl er erst 31 Jahre alt ist, hat er einen kühnen Plan gefasst: Itskov will die Menschen bis zum Jahr 2045 unsterblich machen. Dazu soll das gesamte Bewusstsein eines Individuums elektronisch gespeichert und in einen Roboter, einen Avatar, „verpflanzt” werden. Vier Schritte seien dafür nötig, meint Itskov.
Er verfolgt einen strikten Zeitplan: Bis zum Jahr 2020 soll es möglich sein, Roboter mit Gedanken zu steuern, 2025 könnten dann die Gehirne von Menschen in die Avatare eingesetzt werden, 2035 sind laut Itskov Wissenschaftler in der Lage, das Gehirn auf eine Festplatte zu kopieren, und 2045 soll schließlich die Unsterblichkeit erreicht werden, indem das Bewusstsein der einzelnen Menschen nur noch in künstlichen Medien existiert. Die Personen selbst sollen durch holografische Avatare repräsentiert werden.
Um sein ehrgeiziges Ziel zu verwirklichen, hat Itskov vor, ein globales Netzwerk aus Wissenschaftlern zu errichten und ein eigenes Forschungszentrum aufzubauen. Selbst eine spezielle Partei, die das Vorhaben unterstützen soll, wurde bereits gegründet.
Kritiker sehen den Weg zum ewigen Leben allerdings sehr skeptisch. Das menschliche Bewusstsein sei zu komplex, um es in einem Computer abzuspeichern. Dass sein Plan aller Voraussicht nach zum Scheitern verurteilt ist, ficht den Milliardär jedoch nicht an. Schließlich habe es in der Geschichte der Menschheit immer wieder Entwicklungen gegeben, die niemand vorausgesehen hat, erklärt er auf der Internet-Seite seines Unsterblichkeitsprojekts (http://2045.com).





